Eissturm in den USA: Autofahrer retten sich vor "Nemo" in Supermarkt 

Taxi im Bundesstaat New York: Starke Behinderungen für Autofahrer Zur Großansicht
Julia Reinhart/ Demotix

Taxi im Bundesstaat New York: Starke Behinderungen für Autofahrer

Blizzard "Nemo" hat die US-Ostküste fest im Griff, das extreme Wetter zwingt die Bewohner zu ungewöhnlichen Aktionen: Eine Gruppe gestrandeter Autofahrern flüchtete sich im Bundesstaat New York in einen Supermarkt - dort warteten immerhin Kaffee und Donuts.

Washington - Ein Ende der Wetterkapriolen in den USA ist vorerst nicht in Sicht, Wintersturm "Nemo" wütet weiter über der Ostküste. Der Blizzard sorgt, bei allen Unannehmlichkeiten für die Bewohner, aber auch für skurrille Begebenheiten. Im Bundesstaat New York hat ein Supermarkt-Manager einigen Dutzend Menschen eine ungewöhnliche Unterkunft geboten.

Der Mann namens Jerry Greek öffnete in der Nacht zum Samstag das Geschäft in Middle Island im US-Bundesstaat New York, um mehrere Schneeopfer aufzunehmen.

Er sei auf diese Idee gekommen, als er von einigen Autofahrern hörte, die in der Nähe von dem Sturm überrascht worden waren und im Schnee feststeckten, sagte Greek dem Fernsehsender CNN. "Jetzt ist die Stimmung sehr gut. Wir haben Kaffee und Donuts für alle", sagte der Supermarkt-Manager.

Bis zum Abflauen der Wetterfront ist jedoch noch einige Geduld nötig: Noch bis Samstagnachmittag (Ortszeit) soll es etwa in Boston zwischen 30 und 120 Zentimeter Neuschnee geben, warnen die Meteorologen. So lange fegt Wintersturm "Nemo" mit heftigen Schneefälle und orkanartigen Winden über die von 25 Millionen Menschen bewohnte Region zwischen New York und Boston hinweg. In einigen Orten der Ostküste fiel die gefühlte Temperatur wegen des Windes auf bis zu 32 Grad unter null.

Mehr als 600.000 Haushalte und Betriebe sind von Stromausfällen betroffen, verantwortlich dafür ist vor allem der nasse, schwere Schnee sowie Eisregen im Zusammenspiel mit dem Sturm. Mehr als 5000 Flüge und alle Zugverbindungen wurden gestrichen. Innenstädte sind verwaist, die Behörden rieten den Anwohnern, sich in Gebäuden aufzuhalten. Der Schnee häufte sich in einigen Regionen bereits bis auf über 60 Zentimeter an, dazu kommen erhebliche Verwehungen.

jok/dpa

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insgesamt 9 Beiträge
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1. Von dem Sturm überrascht?
Airkraft 09.02.2013
Na so was, wer hätte damit rechnen können? Vor der Wetterlage wird ja auch nur erst seit einigen Tagen rund um die Uhr in allen Medien gewarnt worden ;-)
2. Schon mal
lobbie 09.02.2013
vom Jahrhundertwinter 78/79 in Norddeutschland gehört? Erst Eisregen, dann bis zu 60cm Schnee mit meterhohen Verwehungen. Danach im Februar nochmal 50cm. War, trotz fehlender genauer Warnungen, dank der damaligen Infrastruktur, nichts weltbewegendes. Zumindest für mich nicht, der drei Tage in BS eingeschneit war und danach, bis auf die kurze Zeit des Fahrverbotes, immer durchkam. Dank der amerikanischen, eigentlich nicht vorhandenen Infrastruktur bezüglich Strom und dank der verbreiteten Ignoranz der Menschen artet jeder Wintersturm (und auch Sommersturm mit Tornadoes) in ein weltbewegendes Ereignis aus. Man sollte diese Ereignisse nicht in der Form aufbauschen, wie es momentan in allen Presseformen getan wird. Etwas Distanz tut gut. Vielleicht sollte man den betroffenen Kreis der amerikanischen Bevölkerung mal erklären, wie man sich, vor allem nach einer intensiven und genauen Wettervorhersage, auf so etwas einstellt. Und auch bitte die Häuser in Meereshöhe bei Hurrikangefahr entweder verlassen oder erst garnicht dort bauen. Dann gibts schon wieder weniger "Jahrhundertereignisse".
3. Ach ja,
lobbie 09.02.2013
und noch was. Mit etwas Recherche hätte man die Schlagzeile mit minus 32Grad gefühlte Temperatur etwas näher erläutern und damit relativieren können. Aber das ist ja wohl (B...zeitungsartig) nicht gewollt.
4. nicht schlimm?
einuntoter 09.02.2013
Zitat von lobbienichts weltbewegendes. Zumindest für mich nicht, der drei Tage in BS eingeschneit war und danach, bis auf die kurze Zeit des Fahrverbotes, immer durchkam.
Drei Tage in BS nicht schlimm? Kann ich nicht nachvollziehen. Gruß aus H.
5. Etwas
westpfälzer 09.02.2013
Zitat von lobbievom Jahrhundertwinter 78/79 in Norddeutschland gehört? Erst Eisregen, dann bis zu 60cm Schnee mit meterhohen Verwehungen. Danach im Februar nochmal 50cm. War, trotz fehlender genauer Warnungen, dank der damaligen Infrastruktur, nichts weltbewegendes. Zumindest für mich nicht, der drei Tage in BS eingeschneit war und danach, bis auf die kurze Zeit des Fahrverbotes, immer durchkam. Dank der amerikanischen, eigentlich nicht vorhandenen Infrastruktur bezüglich Strom und dank der verbreiteten Ignoranz der Menschen artet jeder Wintersturm (und auch Sommersturm mit Tornadoes) in ein weltbewegendes Ereignis aus. Man sollte diese Ereignisse nicht in der Form aufbauschen, wie es momentan in allen Presseformen getan wird. Etwas Distanz tut gut. Vielleicht sollte man den betroffenen Kreis der amerikanischen Bevölkerung mal erklären, wie man sich, vor allem nach einer intensiven und genauen Wettervorhersage, auf so etwas einstellt. Und auch bitte die Häuser in Meereshöhe bei Hurrikangefahr entweder verlassen oder erst garnicht dort bauen. Dann gibts schon wieder weniger "Jahrhundertereignisse".
------------ weniger Arroganz und Überheblichkeit wäre im Sinne von Menschlichkeit angebracht! Wie war das noch mit den Überschwemmungen in Mitteldeutschland (der Gummistiefel tragende Schröder wurde u.a. aufgrund dessen wiedergewählt!) und/oder an der Oder, irgendwie habe ich in Erinnerung, dass da auch "Häuser in Meereshöhe", Entschuldigung, ich meine natürlich im Überschwemmungsgebiet, überflutet wurden. Selbstverständlich wurden diese "am gleichen Ort" wieder aufgebaut bzw. saniert!
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