Washington - Ein Ende der Wetterkapriolen in den USA ist vorerst nicht in Sicht, Wintersturm "Nemo" wütet weiter über der Ostküste. Der Blizzard sorgt, bei allen Unannehmlichkeiten für die Bewohner, aber auch für skurrille Begebenheiten. Im Bundesstaat New York hat ein Supermarkt-Manager einigen Dutzend Menschen eine ungewöhnliche Unterkunft geboten.
Der Mann namens Jerry Greek öffnete in der Nacht zum Samstag das Geschäft in Middle Island im US-Bundesstaat New York, um mehrere Schneeopfer aufzunehmen.
Er sei auf diese Idee gekommen, als er von einigen Autofahrern hörte, die in der Nähe von dem Sturm überrascht worden waren und im Schnee feststeckten, sagte Greek dem Fernsehsender CNN. "Jetzt ist die Stimmung sehr gut. Wir haben Kaffee und Donuts für alle", sagte der Supermarkt-Manager.
Bis zum Abflauen der Wetterfront ist jedoch noch einige Geduld nötig: Noch bis Samstagnachmittag (Ortszeit) soll es etwa in Boston zwischen 30 und 120 Zentimeter Neuschnee geben, warnen die Meteorologen. So lange fegt Wintersturm "Nemo" mit heftigen Schneefälle und orkanartigen Winden über die von 25 Millionen Menschen bewohnte Region zwischen New York und Boston hinweg. In einigen Orten der Ostküste fiel die gefühlte Temperatur wegen des Windes auf bis zu 32 Grad unter null.
Mehr als 600.000 Haushalte und Betriebe sind von Stromausfällen betroffen, verantwortlich dafür ist vor allem der nasse, schwere Schnee sowie Eisregen im Zusammenspiel mit dem Sturm. Mehr als 5000 Flüge und alle Zugverbindungen wurden gestrichen. Innenstädte sind verwaist, die Behörden rieten den Anwohnern, sich in Gebäuden aufzuhalten. Der Schnee häufte sich in einigen Regionen bereits bis auf über 60 Zentimeter an, dazu kommen erhebliche Verwehungen.
jok/dpa
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