Neuer EKD-Chef Bedford-Strohm macht Antrittsbesuch bei Kardinal Marx

Zwischen ihren Amtssitzen liegen nur wenige Hundert Meter: Der neue EKD-Ratsvorsitzende Bedford-Strohm hat sich mit Erzbischof Marx getroffen. Sie wollen das Verhältnis von evangelischer und katholischer Kirche vertiefen.

Kardinal Marx (l.), EKD-Chef Bedford-Strohm: "Gemeinsam gedenken"
DPA/KNA

Kardinal Marx (l.), EKD-Chef Bedford-Strohm: "Gemeinsam gedenken"


München - Der Weg von Heinrich Bedford-Strohm war kurz. Der neue Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) hat am Samstagabend in München seinen Antrittsbesuch beim Vorsitzenden der katholischen Deutschen Bischofskonferenz gemacht - in dessen Amtssitz, der nur wenige Hundert Meter von seiner eigenen Residenz entfernt liegt. Dabei hoben der bayerische Landesbischof Bedford-Strohm und der Münchner Erzbischof Reinhard Marx die Bedeutung der Ökumene hervor.

Bedford-Strohm war am Dienstag an die Spitze der rund 23 Millionen Protestanten in Deutschland gewählt worden. Er sagte: "Kardinal Marx und ich werden weiter die Ökumene der kurzen Wege pflegen, wie wir sie beide in unseren bisherigen Funktionen in Bayern schon so erfolgreich praktiziert haben."

Die Kirchenmänner würdigten das vertrauensvolle Miteinander von evangelischer und katholischer Kirche hierzulande. "Auf diesem über Jahrzehnte gewachsenen Fundament kann uns 2017 erstmals beides gelingen: gemeinsam gedenken und zusammen ein Christusfest als Zeugnis unseres Glaubens feiern", erklärten sie in einer gemeinsamen Mitteilung.

2017 liegt Martin Luthers Thesenanschlag 500 Jahre zurück; die Protestanten feiern dies als Reformationsjubiläum, die Katholiken begehen es als Reformationsgedenken.

wit/dpa



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