Männer, die auf Handys starren ... ... fallen in den Fluss

In Elmshorn hat ein 36-Jähriger vorübergehend jeden Sinn für Zeit und Raum verloren. Im Laufen starrte er auf sein Mobiltelefon - und plumpste in ein Gewässer.

Vorsicht, Ertrinkungsgefahr
REUTERS

Vorsicht, Ertrinkungsgefahr


"Das Handy kann warten!", warnen Radiomoderatoren täglich, um Autofahrer vor Unfällen zu bewahren. Dass auch der eine oder andere Spaziergänger von solch einem Weckruf profitieren könnte, zeigt ein Fall aus Elmshorn.

Am frühen Samstagmorgen war hier ein 36-Jähriger auf dem Weg nach Hause, als er unversehens in einen Fluss fiel. Der Grund: Der Mann hatte sich die Strecke offenbar mit ein wenig Ablenkung versüßen wollen. Im Laufen starrte er auf sein Handy und verlor dabei die Orientierung.

Er steuerte direkt auf den Fluss Krückau zu und landete unweit der Kölln-Werke im Wasser. Gegen halb vier erreichte die Polizei das Elmshorner Südufer und fand den Mann in dem Nebenarm der Elbe, der wegen Ebbe nur wenig Wasser führte. "Die Beamten konnten den Mann von einer schlickigen Stelle zu einer Leiter lotsen. Von dort aus konnte er wieder an das Ufer gelangen", heißt es im Polizeibericht.

Ernsthafte Verletzungen habe sich der durchnässte Mann nicht zugezogen. Er sei aber vorsorglich zur weiteren Untersuchung mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht worden.

Welche Inhalte auf dem Handy den Mann so fasziniert haben, ist nicht bekannt. Und das wird wohl auch ein Geheimnis bleiben: "Sein Handy ist leider auch futsch, das befindet sich jetzt in der Krückau", so die Polizei.

ala/dpa



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