Gleiche Bezahlung in Hollywood Emma Stones männliche Co-Stars verzichteten auf Geld

Emma Stone kritisiert die ungleiche Bezahlung in Hollywood - und lobt die Solidarität ihrer männlichen Kollegen. Diese würden für sie auf einen Teil ihrer Gagen verzichten.

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Schauspielerin Emma Stone verdient genauso viel wie ihre männlichen Kollegen. Das liegt aber nicht an der fairen Bezahlung in Hollywood. Vielmehr hätten ihre männlichen Co-Stars in der Vergangenheit freiwillig Kürzungen ihrer Gagen in Kauf genommen, sagte Stone dem Magazine "Out". Nur so sei eine gleiche Bezahlung möglich gewesen.

"Sie taten das für mich, weil sie der Meinung waren, dass das richtig und fair ist", sagte Stone. Der Verzicht ihrer Kollegen hätte ihre Position in späteren Verhandlungen gestärkt: "Wenn mein männlicher Co-Star auf Geld verzichtet, verändert das meine Quote in der Zukunft, und es verändert mein Leben."

Stone war zuletzt im Filmmusical "La La Land" an der Seite von Ryan Gosling zu sehen. Derzeit arbeitet sie am Film "Battle of the Sexes", dem das Tennis-Match zwischen der Frauentennis-Ikone Billy Jean King und dem Spieler Bobby Riggs im Jahr 1973 zugrunde liegt.

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Emma Stone: Emma Stones männliche Co-Stars verzichteten auf Geld

Stone ist nicht die erste Schauspielerin, die in den letzten Jahren die ungleiche Bezahlung in Hollywood kritisiert hat. 2015 enthüllte bereits Jennifer Lawrence, dass sie für ihren Film "American Hustle" schlechter bezahlt worden sei als ihre männlichen Kollegen.

Sienna Miller berichtete davon, dass sie eine Theaterrolle abgelehnt hatte. Der Grund: Ihre Gage wäre nicht einmal halb so hoch gewesen wie die ihres Co-Stars.

asa



insgesamt 17 Beiträge
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nibal 07.07.2017
1. Da lacht nicht nur Ricky Gervais
Emma Stone und Jennifer Lawrence sind für mich beide grundsympatisch und ihr Geld sicher Wert, aber die Diskussion über die Ungleichheit von Millionengagen im Showbusiness hat Null und Nichts mit der Debatte um faire Bezahlung von Männern und Frauen zu tun. Showmenschen haben einen Marktwert, genauso wie Sportler. Danach werden sie bezahlt und zwar fürstlich und deswegen ist die Vermischung mit der echten Welt absolut kontraproduktiv.
syn4ptic 07.07.2017
2.
Ich zitiere aus dem verlinkten Artikel über Lawrence, die das ganz gut formuliert hatte: Sie habe die Sorge gehabt, bei den Verhandlungen schwierig und verwöhnt herüberzukommen. "Dann fand ich heraus, dass keiner der Männer, mit denen ich gearbeitet hatte, auch nur im Entferntesten diese Sorge teilten." und "Ich habe nicht gut verhandelt und zu früh aufgegeben. Ich wollte nicht weiter für Millionen von Dollars kämpfen, die ich ehrlich gesagt nicht brauche." Es liegt also viel eher nicht daran, dass die Hollywood Bosse sagen "Da, eine Frau, der bezahlen wir weniger.", sondern vielmehr am VerhandlungsUNgeschick der Frauen, den Selbstzweifeln und dem Auftreten bei Verhandlungen. Gerade der letzte Punkt ist schon seit Urzeiten Gegenstand von Studien gewesen und wurde immer wieder thematisiert - auch bei Gehaltsverhandlungen in der restlichen Wirtschaft. Aber wie so oft, gerade in eher links orientierten Medien, wird die Schuld nur an einer Stelle gesucht, nämlich auf der Gegenseite. Dieser Artikel suggeriert schon wieder eine Ungleichheit die nicht vom Geschlecht per se kommt und hat auch noch die Dreistigkeit auf einen eigenen Artikel zu verlinken, der exakt die Ungleichheits-Behauptung nicht stützt.
jkleinmann 07.07.2017
3. Gleichberechtigung
heißt jetzt also, dass Männer genauso wenig wie die Frauen bekommen, und nicht, dass Frauen genauso viel wie Männer? Ah.
MADmanOne 07.07.2017
4. Schon richtig...
Zitat von nibalEmma Stone und Jennifer Lawrence sind für mich beide grundsympatisch und ihr Geld sicher Wert, aber die Diskussion über die Ungleichheit von Millionengagen im Showbusiness hat Null und Nichts mit der Debatte um faire Bezahlung von Männern und Frauen zu tun. Showmenschen haben einen Marktwert, genauso wie Sportler. Danach werden sie bezahlt und zwar fürstlich und deswegen ist die Vermischung mit der echten Welt absolut kontraproduktiv.
aber dennoch sehe ich trotzdem einen gewissen Zusammenhang, denn nicht immer hatte der männliche Co-Star auch wirklich den höheren Marktwert/Bekanntheitsgrad. Und mir persönlich ging es schon oft so, daß ich den männlichen Co-Star gar nicht kannte, den weiblichen aber schon. Und das es trotzdem eine Ungleichbehandlung gab. Und wenn ich sehe wie die Entscheidungsträger in Hollywood aufgestellt sind, dann wundert mich das auch nicht wirklich. Sicher ist das Problem für 0815-Bürger bedeutend größer.
mactor2 07.07.2017
5. Marktwert.
Schauspieler werden nach Marktwert bezahlt. Viele der höchsten Gagen beispielsweise bekommen doch bereits Frauen. Die Mädels von beispielsweise "sex and the city" oder "modern family" führen doch die Gagen weltweit an. Da kommt oft kein Mann mehr ran. Klar Männer wie Tom Cruise etc. verdienen etwas mehr aber die haben eben einen deutlich höheren Marktwert heißt die Spielen eben mehr Geld ein als z.B. eine Angelina Jolie etc. die aber auch schon sehr gut verdient... Wo der Unterschied des Marktwertes ist kann man ganz klar über die Filmeinspiel-Quote ermitteln.
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