Grenze zu Burma Tote und Verletzte bei Erdbeben in Indien

Bei einem schweren Erdbeben im Nordosten Indiens sind mindestens sechs Menschen getötet und zahlreiche weitere verletzt worden. Die Erschütterungen waren auch in Burma, Bangladesch und Bhutan zu spüren.


Um 4.35 Uhr Ortszeit hat sich in Indien ein schweres Erdbeben ereignet. Der Nachrichtensender NDTV zeigte Bilder von Menschen, die in Panik auf die Straße rannten, auf den Aufnahmen waren eingestürzte Mauern und Risse in Häuserwänden zu sehen. "Unser Gebäude hat angefangen zu wanken, und wir sind einfach nur noch in Sicherheit gerannt. Es war das schwerste Erdbeben, das wir in unserem Leben erlebt haben", sagte ein Mann dem Sender "Times Now".

Die US-Erdbebenwarte USGS gab die Stärke des Bebens mit 6,7 an, das Geoforschungsinstitut in Potsdam maß 6,6. Die Erschütterungen waren auch in Burma, Bangladesch und Bhutan zu spüren. Mindestens sechs Menschen kamen durch herabstürzende Trümmer ums Leben, etwa hundert weitere wurden Polizeiangaben zufolge verletzt. Das Epizentrum des Bebens lag nur rund 35 Kilometer westlich von Imphal. In der Hauptstadt des indischen Bundesstaats Manipur leben mehr als 250.000 Menschen.

Zentrum des Erdbebens bei Imphal
DPA/USGS

Zentrum des Erdbebens bei Imphal

"Es gab Verletzte, aber wir können noch nicht sagen, wie viele es sind, da wir noch auf Berichte aus den ländlichen Gebieten warten", sagte J. Suresh Babu, ein ranghoher Regierungsbeamter des Bundesstaates. Da das Erdbeben während des Sonnenaufgangs passierte, seien die meisten Menschen in ihren Häusern gewesen. Es gebe in der Region aber wenige Hochhäuser, die besonders einsturzgefährdet sind, sagte der Beamte. In Manipur an der Grenze zu Burma würden vor allem einstöckige Häuser gebaut.

"Ich habe gemerkt, wie mein Raum sich im Gästehaus der Regierung in Shiliguri bewegte", schrieb Handelsministerin Nirmala Sitharaman auf Twitter. Premierminister Narendra Modi bat Innenminister Rajnath Singh, der ebenfalls gerade in der Region ist, die Situation vor Ort zu beobachten.

Erst im April hatte ein gewaltiges Erdbeben den angrenzenden Himalaya erschüttert. In Nepal, Indien, China und Bangladesch starben insgesamt rund 9000 Menschen. Im Dezember und Oktober wurde das Dreiländereck von Afghanistan, Pakistan und Tadschikistan erschüttert.

aar/dpa/AP

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