Sikh-Hochzeit Verletzte bei Explosion in Essener Gebetshaus

Eine Explosion hat eine Hochzeitsfeier in einem Sikh-Gebetshaus in Essen jäh beendet. Bei der Detonation wurden mehrere Menschen verletzt. Auch das Gebäude wurde stark beschädigt.

Ein Polizist vor dem Sikh-Gebetshaus
DPA

Ein Polizist vor dem Sikh-Gebetshaus


Bei einer Explosion in einem Sikh-Gebetshaus in Essen sind drei Menschen verletzt worden, einer davon schwer. Mehrere Zeugen hätten danach eine maskierte Person vom Tatort fliehen sehen, sagte ein Polizeisprecher am Abend. Die Person sei nicht gefasst worden.

Für einen Terroranschlag gebe es keine Hinweise, sagte der Sprecher weiter. Er wollte zunächst nicht bestätigen, dass ein Sprengsatz auf die Hochzeitsgesellschaft geworfen wurde. Aber es handele sich nicht um eine technische Ursache. "Etwas ist absichtlich zur Explosion gebracht worden", sagte er. Die Explosion ereignete sich gegen 19 Uhr.

Kurz nach der Tat nahm die Polizei drei Männer vorläufig fest. Sie hätten in einem schwarzen Geländewagen gesessen, der zuvor in der Nähe des Tatortes gesehen worden war. Die Männer sollten noch in der Nacht vernommen werden, um zu klären, ob sie mit der Tat etwas zu tun hatten.

In dem Gebäude hatte gegen 14 Uhr eine Hochzeit stattgefunden. Ein Teil der Festgesellschaft war zum Zeitpunkt der Explosion noch im Gebäude, andere Teilnehmer waren in einem nahe gelegenen Festsaal.

Das Gebäude sei stark beschädigt worden, mehrere Fenster gingen durch die Wucht der Explosion kaputt, sagte der Polizeisprecher. Es habe eine starke Druckwelle gegeben, vor dem Gebäude lagen zahlreiche Splitter, teilte die Polizei mit. Am Abend habe die Kriminalpolizei mit der Spurensuche begonnen, die bis in die Nacht dauern sollte. Am Sonntagvormittag wollte die Polizei in einer Mitteilung über den Vorfall informieren.

brt/dpa



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