Europäische Union Scheidung internationaler Paare neu geregelt

Die Aufteilung des Vermögens soll leichter werden, wenn sich internationale Paare wieder trennen. Das soll Millionen Euro Gerichtskosten einsparen. Doch die Regeln gelten nicht in allen EU-Staaten.

Symbolbild
DPA

Symbolbild


In der Europäischen Union treten neue Regeln in Kraft, die festlegen, welches Gericht im Fall von Scheidung oder Tod eines Partners für ein Paar zuständig ist und nach welchem nationalen Recht geurteilt wird. Beides ist je nach Fall entweder davon abhängig, wo die Ehepartner leben oder wo die Ehe geschlossen wurde. Auch Menschen mit verschiedenen Pässen in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft sind von den Bestimmungen betroffen.

Weil sich nicht alle EU-Staaten auf die neuen Regeln einigen konnten, gelten die neuen Regelungen zunächst nur in 18 Ländern. Darunter sind Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien. Irland, Dänemark, Polen und weitere osteuropäische Staaten beteiligen sich nicht. Die Staaten, die die Bestimmungen übernommen haben, stellen 70 Prozent der Bevölkerung. Die verbleibenden Staaten können sich jederzeit anschließen, wie die Europäische Kommission mitteilte.

Nach Angaben der EU-Kommission leben in der EU mehr als 16 Millionen binationale Paare in einer Ehe oder in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft. Die neuen Regeln sollen helfen, Kosten für Gerichtsverfahren von etwa 350 Millionen Euro pro Jahr einzusparen.

sth/dpa



insgesamt 3 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
go-west 29.01.2019
1. Und wieder mal
scheren die Osteuropäer aus. Ich bin immer mehr dafür, eine Art Europa 2.0 zu starten. Eine Art Kern-Europa um die Gründungsmitglieder Deutschland und Frankreich herum. Die osteuropäischen Länder können sich dann gerne wieder den Russen zuwenden.
bmvjr 30.01.2019
2. Und?
Die neuen Regeln sind im Wesentlichen was? Hat der Platz nicht ausfereicht, um wenigstens einen kurzgefassten Ueberblick zu den Veraenderungen zu geben? Statt dessen wird auf Bento zum dritten Mal die gleiche ordinaere Sportkleidung als Sensation gefeiert und wirklich gehaltvolle Beitraege werden in Spiegel+ abonnierpflichtig? Ich erwaege inzwischen ernsthaft einen Wechsel meiner taeglichen Morgenlektuere, der Spiegel hat sich dem "Mainstrem" zu sehr angebiedert und damit sein Profil und seine Relevanz verkauft.
rwk 30.01.2019
3. Ist schon toll...
...diese EU. Da wurde dieses Konstrukt geschaffen, steht seit je auf wackligen Beinen und knickt überall ein und hat nicht anderes zu tun als über Scheidungsformalitäten zu debattieren. Die teuer bezahlten "Funktionäre" in Brüssel liefern wahrhaftig hervorragende Arbeit, die den Europäern das Leben etwas angenehmer macht und vor allem, es lebt sich doch besser, wenn man weiss, dass in Brüssel eine internationale Denkerspitze die Zukunft von Europa zusammenschustern tut!
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.