Evakuierungen: Weltkriegsbomben in Hamburg und Viersen gefunden
Im niederrheinischen Viersen ist eine Weltkriegsbombe gefunden worden, die in Kürze kontrolliert gesprengt werden soll. Auch die Hamburger HafenCity muss teilweise evakuiert werden. Hier wurde eine amerikanische 500-Pfund-Bombe bei Baggerarbeiten gefunden.
Viersen - Die geplante Sprengung hat das niederrheinische Viersen am Montagabend in Ausnahmezustand versetzt: Bei Bauarbeiten war die Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg in der Viersener Innenstadt gefunden worden. In einem Radius von 1000 Metern um den Fundort wurde schon am Nachmittag geräumt. Mehrere tausend Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden. Der Sprengsatz solle voraussichtlich noch in der Nacht zum Dienstag kontrolliert gezündet werden, sagte ein Sprecher der 75.000-Einwohner-Stadt. Der genaue Zeitpunkt blieb zunächst offen. Eine Entschärfung sei nicht möglich.
Laut rp-online ist derselbe Sprengmeister vor Ort im Einsatz, der vor wenigen Wochen in München eine Bombe zur Sprengung gebracht hat.
Bei einer Pressekonferenz in Viersen hieß es am Abend, der Kampfmittelräumdienst könne nicht ausschließen, dass die Bombe bei Bauarbeiten bewegt und dadurch der chemische Zeitzünder aktiviert worden sei. 5000 bis 8000 Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden.
Auch die Hamburger HafenCity wurde wegen eines Bombenfunds teilweise evakuiert. Hier war bei Baggerarbeiten gegen 16.15 Uhr eine amerikanische 500-Pfund-Bombe gefunden worden. Zahlreiche Menschen in der Altstadt und der HafenCity mussten ihre Häuser und Arbeitsstellen verlassen.
Die Luftmine sei unweit des Straßenzugs Kajen nahe der Elbphilharmonie gefunden worden, sagte ein Polizeisprecher. Der Sprengsatz habe im Becken des Sportboothafens unter Wasser gelegen. Über die Gefährlichkeit der Bombe ist noch nichts bekannt. "Es ist eine Sperrzone von 300 Metern um den Fundort eingerichtet worden. Eine Warnzone im Umkreis von 500 Metern wird folgen", sagte Feuerwehrsprecher Manfred Stahl.
Ein genauer Zeitplan für die Entschärfung stand auch in Hamburg noch nicht fest. Die Arbeiten sollten aber noch am Montagabend durchgeführt werden. Der Hamburger Kampfmittelräumdienst hatte erst Anfang September zwei Fliegerbomben auf dem Heiligengeistfeld entschärft, auf dem mehrmals im Jahr das berühmte Volksfest "Hamburger Dom" stattfindet.
ala/bos/dpa/dapd
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