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Synodenbeschluss: Evangelische Kirche im Rheinland will Homosexuelle trauen

Die Evangelische Kirche im Rheinland gilt als besonders liberal. Künftig will sie homosexuelle Paare trauen. Bisher ermöglicht das in Deutschland nur die Landeskirche in Hessen und Nassau.

Die rheinische Kirche traut als zweite evangelische Landeskirche künftig homosexuelle Paare. Die Synode der zweitgrößten evangelischen Kirche in Deutschland beschloss in Bad Neuenahr mit großer Mehrheit eine Änderung der Kirchenordnung. Schwule und lesbische Paare können sich künftig kirchlich trauen und die Ehe ins Kirchenbuch eintragen lassen. Bisher waren nur Segnungen homosexueller Paare möglich, was nicht als Amtshandlung galt.

Die Möglichkeit für homosexuelle Paare, sich trauen zu lassen, bot bislang nur die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau. In einem Großteil der 20 evangelischen Landeskirchen können sich diese Paare nach Angaben der Evangelischen Kirche in Deutschland bisher lediglich segnen lassen. Die Debatte über die Trauung gleichgeschlechtlicher Paare werde aber in fast allen Gliedkirchen geführt. Im April will die Landeskirche Berlin-Brandenburg die Trauung homosexueller Paare einführen.

Die Evangelische Kirche im Rheinland gilt als besonders liberal: Noch bevor das Gesetz über die Eingetragene Lebenspartnerschaft in Kraft getreten war, hatte sie schon im Jahr 2000 eine gottesdienstliche Begleitung für homosexuelle Paare beschlossen.

Auch in der katholischen Kirche wird derzeit über den Umgang mit Homosexuellen und gleichgeschlechtlichen Partnerschaften diskutiert. Zustimmung zu kirchlichen Trauungen oder Segnungen ist dort aber nicht zu erwarten.

wit/dpa

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