Amsterdam - Eine Woche lang hat sich der kleine Ort Haren in den Niederlanden auf eine Facebook-Party vorbereitet - genützt hat es wenig. Mehr als 3000 ungebetene Gäste waren am Freitagabend in die 18.000-Einwohner-Stadt südlich von Groningen geströmt. Und irgendwann ist die Lage eskaliert.
Medienberichten zufolge hatten zahlreiche Randalierer aus der feiernden Menge Geschäfte aufgebrochen und gestürmt, Straßenschilder und Laternen umgerissen und ein Auto angezündet. Den wüst Feiernden standen 600 Einsatzkräfte der Polizei entgegen, die die Party nach Ausbruch der Randale gewaltsam beendeten.
Polizeichef Oscar Drots sagte auf einer Pressekonferenz, ein harter Kern von "Ganoven" sei während der Krawalle "besonders gewalttätig und gut organisiert" aufgetreten und habe die "Konfrontation" mit den Polizisten gesucht.
Die Bilanz: 30 Verletzte, davon drei schwer. Zudem wurden drei Polizisten verletzt. Außerdem gab es 30 Festnahmen. Auslöser des Exzesses war ein 16-jähriges Mädchen, die auf Facebook ihr - eigentlich für einen kleinen Kreis vorgesehenes - Geburtstagsevent versehentlich nicht als "privat" deklariert hatte. Die Einladung ging daraufhin durch das soziale Netz, bis zu 30.000 Nutzer sollen die Einladung erhalten haben.
Der niederländische Justizminister Ivo Opstelten sagte, so etwas könne "nicht geduldet" werden. "Die Täter werden vor Gericht gestellt, bestraft und müssen für die Schäden aufkommen."
kha/mhe/reuters
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