Aufregung über "GQ-Titel": Boygroup-Fans nehmen Zeitschrift ins Visier

"One Direction": Aufregung wegen "GQ"-Cover Fotos
GQ

Die neue Ausgabe der britischen "GQ" erscheint mit fünf unterschiedlichen Titelbildern - eines für jedes Mitglied der Boyband One Direction. Gute Idee, könnte man meinen. Die Fans sind mit einer Version jedoch gar nicht einverstanden. Das bekommt die Redaktion nun deutlich zu spüren.

Hamburg - Man kennt das Phänomen von Justin Bieber und anderen Teeniestars: Wer sie kritisiert, muss mit wüsten Beschimpfungen im Netz rechnen. Die jungen Fans verstehen keinen Spaß, wenn es um ihre Lieblinge geht.

Diese Erfahrung musste nun auch die britische "GQ" machen. Die Septemberausgabe der Zeitschrift erscheint mit fünf unterschiedlichen Titelbildern - eines für jedes Mitglied der Boyband One Direction.

Auf jedem Cover ist ein Porträt eines Sängers zu sehen. Bei Harry Styles, 19, steht anbei das Zitat "Es waren definitiv weniger als 100" - offenbar eine Antwort auf die Frage nach der Zahl seiner Sexpartnerinnen. Darunter steht "He's up all night to get lucky". Der Satz ist eine leichte Abwandlung einer Zeile aus dem Song "Get Lucky" von Daft Punk und Pharrell Williams - und darin geht es vor allem um das Eine. Der Satz lässt sich also am besten folgendermaßen übersetzen: "Er ist die ganze Nacht wach, um Sex zu haben".

In diesem Kontext ein Aufreger für die Fans von One Direction, die das Magazin im Internet wüst bepöbelten. Die Anhänger werfen dem Blatt vor, Styles wie ein männliches Luder aussehen zu lassen.

Die Redaktion der "GQ" wiederum ließ es sich nicht nehmen, eine Auswahl der fiesesten Beschimpfungen auf der eigenen Website zu sammeln und süffisant zu kommentieren - das bringt dem eigenen Produkt schließlich zusätzliche Aufmerksamkeit.

Nutzer "@LouisM1serables" schrieb zum Beispiel: "Merkt ihr eigentlich, wie viele Leute die Menschen kastrieren wollen, die für dieses blöde Magazin arbeiten?" User "@iNiallGangsta" will gleich die Kinder der Redakteure verkaufen.

Andere User drohen damit, GQ zu sprengen und hinterlassen Grüße wie "Wir sehen uns im Gefängnis". Die meisten Botschaften sind derart vulgär, dass man sie besser nicht übersetzt.

Vielleicht erklärt sich die Entrüstung auch durch die Art und Weise, wie das Gespräch mit Harry Styles offenbar geführt wurde - diesen Verdacht legt zumindest ein Ausschnitt nahe, den Blogger Perez Hilton veröffentlichte. Darin wird deutlich, dass Styles nicht von sich aus die Zahl 100 nannte, sondern sich viel zurückhaltender äußern wollte - vom Journalisten aber kaum eine Chance bekam.

hut

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