Abschluss der Modewoche Das war die Berliner Fashion Week

Der Modezirkus in Berlin ist vorerst vorbei, und SPIEGEL ONLINE blickt zurück: Welche Trends gab es auf den Laufstegen zu beobachten? Welche Prominenten saßen in der ersten Reihe? Und welche Models sorgten für Aufsehen? Der Überblick.

AP/dpa

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Berlin - Es ist vorbei. Die 14. Berliner Fashion Week ist zu Ende. Auf den Modemessen und rund 50 Laufstegschauen im Zelt am Brandenburger Tor wurden die Kollektionen für den kommenden Herbst und Winter präsentiert. Ein Rückblick auf Trends, Prominente und Newcomer.

1. Das waren die Trends

Schon im Vorfeld der Fashion Week hatte SPIEGEL ONLINE einige der bekanntesten deutschen Designer gefragt, was ihrer Ansicht nach in den kommenden Monaten Trend wird. Wer nun die Schauen in Berlin gesehen hat, dem fielen mindestens vier wiederkehrende Muster auf.

  • Geht es unter anderem nach Kilian Kerner, Glaw, Augustin Teboul oder Lala Berlin, werden wir im kommenden Herbst und Winter viele Bauchnabel sehen. "Sogar im hochwertigen Bereich kommt jetzt bauchfrei", sagte die Chefin der Modemesse Premium, Anita Tillmann.
  • Ein weiterer Trend ist eindeutig Schwarzweiß. Anne Gorke, Marcel Ostertag, Michael Michalsky, Kaviar Gauche - sie alle setzten auf diesen altbewährten Klassiker. Auch rote Kleider gab es häufig auf den Laufstegen zu sehen. Guido Maria Kretschmers Kollektion "Altai" war größtenteils in Bordeauxtönen gehalten, bei Hien Le oder Lala Berlin wurde es knalliger - und sie kombinierten das Rot mit Schwarzweiß.
  • Weniger ist mehr, müssen sich einige der Designer gedacht haben. Und schickten ihre Models in teils sehr transparenten Kleidungsstücken vor das Publikum. Mal waren es nur einzelne, durchsichtige Partien, beispielsweise bei Kretschmer oder Ewa Herzog. Mal waren die Models eher nackt als angezogen. So gesehen unter anderem bei Irene Luft und Augustin Teboul.
  • Ein weiterer Trend dieser Fashion Week war die Öko-Mode: Von den rund ein Dutzend Verkaufsmessen in der Stadt widmeten sich einige ausschließlich der umweltbewussten Kleidung, darunter der Lavera Showfloor, der Greenshowroom und die Ethical Fashion Show. Aber auch im Zelt am Brandenburger Tor präsentierten Labels ihre Kollektionen, die sich ausschließlich der fairen Produktion verschrieben haben, beispielsweise Umasan. Sehen Sie hier die Trends in der Bildergalerie.

2. Diese Promis saßen in der ersten Reihe

Für Prominente - und solche, die es werden wollen - ist eine Modenschau das reinste Fest. Da sind zum einen die Minuten vor der Schau: Die Fotografen haben sich schon vor dem Eingang postiert und greifen alles ab, was einigermaßen gestylt aussieht. Drinnen, am Laufsteg, geht das Geknipse weiter. Wer vorne sitzt, ist in.

Model Georgia May Jagger - Tochter von Jerry Hall und Rolling-Stones-Frontmann Mick Jagger - war das offizielle Gesicht der Fashion Week, sie saß bei der Schau von Alena Akhmadullina in der ersten Reihe.

Bei Michalsky saßen unter anderem Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit, Barbara Becker, Musiker Michi Beck, Simone Thomalla und ihr Freund, Handball-Nationaltorwart Silvio Heinevetter. Zur Schau von Kilian Kerner hatten sich vor allem junge deutsche Schauspieler versammelt: Karoline Herfurth, Max Riemelt, Alina Levshin. Zu Guido Maria Kretschmer kamen unter anderem Judith Rakers, Jenny Elvers-Elbertzhagen, Detlev Buck und Katja Riemann. Aber sehen Sie selbst:

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Fashion Week Berlin: Prominente in der Front Row
3. Diese Models waren auf dem Laufsteg

Die prominentesten Models waren Eva Padberg und Franziska Knuppe. Padberg lief für Marcel Ostertag und Michalsky über den Laufsteg. Knuppe war unter anderem bei Lena Hoschek, Minx und Riani zu sehen. Die frühere Miss Europe, Shermine Shahrivar, lief bei der Schau von Michalsky.

Einen Model-Auftritt hatten auch die 77 Jahre alten Kessler-Zwillinge Alice und Ellen bei der Sava-Nald-Show im Hotel Adlon. Das Tattoo-Model Lexy Hell präsentierte für Marc Stone ein Outfit seiner Männerkollektion. Marcel Ostertag eröffnete erneut seine eigene Show in Highheels und wehender Tunika. Und für Patrick Mohr kehrte Ex-Model Papis Loveday aus seinem Ruhestand zurück.

Auch ehemalige Teilnehmerinnen der Klumschen Castingshow "Germany's Next Topmodel" arbeiteten während der Fashion Week, unter anderem Rebecca Mir, Marie Nasemann und Mandy Bork. Aber sehen Sie selbst:

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Fashion Week Berlin: Die auffälligsten Models
4. Die Fashion Week in Zahlen

Es gab ein Dutzend Modemessen in der Stadt, 2500 Aussteller und rund 250.000 Besucher. Allein 50 Schauen standen im Modezelt am Brandenburger Tor auf dem Programm. Jede Fashion Week bedeutet nach Angaben von Wirtschaftssenatorin Cornelia Yzer eine zusätzliche Wirtschaftsleistung von rund 120 Millionen Euro.

Von den einzelnen Messen, die unabhängig von den Veranstaltungen im Modezelt stattfinden, liefen nach ersten Einschätzungen die Streetwear-Messe "Bread & Butter" sowie die auf anspruchsvolle internationale Marken spezialisierte "Premium" besonders gut: "Wir hatten ein Besucherplus von 20 Prozent", sagte Messechefin Anita Tillmann. Auch die bereits am Donnerstag zu Ende gegangene "Panorama" hatte nach ersten Schätzungen von Messechef Jörg Wichmann 20 Prozent mehr Besucher.

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Fashion Week Berlin: Fakten, Fakten, Fakten
5. Das waren die Newcomer

Elf Designer gaben im Fashionzelt ihr Debüt. Dazu gehören etwa die eineiigen Zwillinge Sandra und Anja Umann mit ihrem Label Umasan. Sie arbeiten mit veganen Fasern, etwa aus Bambus, nachwachsender Buche oder Eukalyptusholz, zum Teil angereichert mit hautschützenden Algen oder entzündungshemmendem Zink. Tierische Materialien wie Wolle, Kaschmir, Leder oder Pelz sind tabu.

Auch das schwedische Label Filippa K und die russische Designerin Alena Akhmadullina waren zum ersten Mal dabei. Akhmadullina schloss im Jahr 2000 ihr Designstudium in St. Petersburg ab, ein Jahr später zeigte sie ihre erste Kollektion auf der Fashion Week in Moskau. Stars wie Eva Green oder Naomi Campbell trugen schon ihre Kreationen.

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Fashion Week Berlin: Zum ersten Mal dabei

Mit Material von dpa

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insgesamt 14 Beiträge
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Seite 1
etude 18.01.2014
1. Alle Jahre wieder...
...darf Frau Roth aus der Metropole über Mode berichten, die ausschließlich der Zielgruppe der 14- bis 30-Jährigen vorbehalten ist. Ob sie das mit ähnlicher Inbrunst auch von der Trachtenmodenwoche oder dem Stützstrumpfmeeting täte, wage ich doch stark zu bezweifeln. Wie wär's denn mal mit einem Bericht über Mode für Übergewichtige, Behinderte oder alte Menschen? Ach, da verliert das Thema plötzlich seinen Reiz?
tomatosoup 18.01.2014
2. Die
ist unheimlich chic für Urlaubsreisen in den Süden. Ich dachte da sofort an eingefrorene Schiffe am Südpol. Bauchfrei ab in den Helikopter und zurück in die Heimat des Frühlings. Na ja, wenn die reiferen Damen zwei bis drei Rettungsringe um den Bauch haben, ist das sogar besonders hübsch anzusehen. Bei Indien-Reisen sollte man als Frau jedoch den Bauch verhüllen, aber die Brüste, den Schambereich und den Popo zeigen. Mittels Klarsichtfolie.
unixv 18.01.2014
3. Berliner Fashion Week .....
Zitat von sysopAP/dpaDer Modezirkus in Berlin ist vorerst vorbei und SPIEGEL ONLINE blickt zurück: Welche Trends gab es auf den Laufstegen zu beobachten? Welche Prominenten saßen in der ersten Reihe? Und welche Models sorgten für Aufsehen? Der Überblick. http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/fashion-week-berlin-so-lief-die-modewoche-a-944210.html
Der größte Sklavenmarkt in DE! Mal informieren, wer da alles keinen Cent erhält, man kann sich nur wundern!
Bloomberg 18.01.2014
4.
Zitat von tomatosoupist unheimlich chic für Urlaubsreisen in den Süden. Ich dachte da sofort an eingefrorene Schiffe am Südpol. Bauchfrei ab in den Helikopter und zurück in die Heimat des Frühlings. Na ja, wenn die reiferen Damen zwei bis drei Rettungsringe um den Bauch haben, ist das sogar besonders hübsch anzusehen. Bei Indien-Reisen sollte man als Frau jedoch den Bauch verhüllen, aber die Brüste, den Schambereich und den Popo zeigen. Mittels Klarsichtfolie.
Da musste man schon lachen, danke! Ich gehe (und in der Vergangenheit auch gegangen bin) schon auf „Modewoche“ ( *g*), aber nicht in Berlin, aber einige die Kleider/Schuhe waren wirklich gut. Diese auch : Fashion Week Berlin: Models auf dem Laufsteg - SPIEGEL ONLINE - Panorama (http://www.spiegel.de/fotostrecke/fashion-week-berlin-models-auf-dem-laufsteg-fotostrecke-105950-4.html) halte ich ganz gut, trotz der weiße Farbe und mit der weiße Farbe, aber der Zip von der Hose sollte man auf den Seite legen, und der schwarze streifen weglassen. Habe soeben für mich eine gute Model -mit der obige Änderungen gefunden. Fraglich noch, wie schaut der Schnitt der Hose unten aus … Und gibt’s zwei Kleid, welche -oder ähnliche-, die ich nie im meine Leben tragen könnte. Nicht mal der Link gebe ich hier ein, … nur nicht auf die Idee zu kommen, mich in eine solchen Kleider vorzustellen .. (Der Beitrag geschrieben wurde von eine „reiferen Dame“, aber gottseidank noch ohne e i n e oder „ zwei bis drei Rettungsring“, LG-o)
herner 18.01.2014
5. neues aus der kategorie:
...nachrichten die keine nachrichten sind. über sowas kann von mir aus das rtl mittagsmagazin berichten, aber es ist ein schlechter scherz, dass der spiegel über diesen modezirkus berichtet, wo irgendwelche weltfremden juppies ihre "kollektionen" vorstellen, die niemals ein normaler mensch anziehen wird...
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