Fährunglück in Bangladesch: Rettungskräfte bergen Dutzende Opfer
Die Kollision überraschte die Passagiere im Schlaf: Nach dem Kentern einer Fähre in Bangladesch haben Rettungskräfte das Wrack an die Oberfläche gehievt. Im Wrack vermuten sie weitere Tote.
Dhaka - Die Katastrophe nimmt immer größere Ausmaße an: Nach der Kollision einer Fähre mit einem Frachter auf dem Fluss Meghna in Bangladesch ist die Zahl der Opfer auf mindestens 76 gestiegen. Rettungskräfte haben einen Tag nach dem Unglück weitere Leichen geborgen, teilten die örtlichen Behörden mit. Nur etwa 40 der 250 Passagiere konnten sich nach dem Zusammenstoß ans Ufer retten.
"Die Rettungsaktion wird solange dauern, bis wir alle Vermissten gefunden haben", sagte der Verwaltungschef des Distrikts Munshiganj, Azizul Alam. Anwohnern zufolge treiben in dem Fluss zahlreiche weitere Leichen. Unter den Toten seien auch Frauen und Kinder.
Die "MV Shariatpur-1" war in der Nacht zu Dienstag etwa 60 Kilometer südlich der Hauptstadt Dhaka aus noch ungeklärter Ursache mit einem Frachtschiff zusammengeprallt, gekentert und gesunken. Nach Angaben der Behörden war die Fähre überladen.
Die Rettungskräfte konnten das Wrack inzwischen mit zwei Schiffen an die Wasseroberfläche hieven. Die Zahl der Toten werde mit der Bergung der Fähre vermutlich weiter steigen, sagte der örtliche Polizeichef Shahabuddin Khan. Die meisten Passagiere dürften im Schlaf von der Kollision überrascht worden sein. Sie hatten vermutlich keine Chance, das Schiff rechtzeitig zu verlassen.
vks/dpa/dapd
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