Fesch in Berlin

Fesch in Berlin Michael, 22, aus München

Carsten Fleck

Von


"Alles in meiner Welt dreht sich um Mode", sagt Michael. Für die Fashion Week ist er aus München angereist und hat sich bestens vorbereitet: Er bleibt drei Tage, er braucht also drei Tages-Outfits. Für jedes hat er sich ein Motto überlegt und dann eine entsprechende Collage erstellt. Ja, eine Collage.

Für seinen heutigen Look hat Michael das Motto "Chuck Bass trifft Kurt Cobain" gewählt - und anschließend Bilder des "Gossip Girl"-Schauspielers und des Musikers ausgeschnitten und auf Papier geklebt. Dann hat er sein Outfit geplant und in selbstgemalten Skizzen festgehalten. "Ich will andere inspirieren, sie sollen es mir nachmachen", sagt Michael. Und das ist Arbeit.

Mein Outfit soll…

…eine Mischung aus Eleganz und Rock'n'Roll sein, aus teuer und günstig. Chuck Bass steht für das Elegante, dazu passt mein Mantel. Kurt Cobain steht für das Rockigere, dazu passen meine Lederhose, die Boots und die große Kette.

Ich würde niemals…

…auf der Straße eine Jogginghose tragen. Oder meinen Körper für ein Adidas-Sweatshirt verbrauchen. Dafür bin ich mir zu schade. Karl Lagerfeld hat mal gesagt: "Das schlimmste ist, sich gehen zu lassen." Und das sehe ich genauso. Ich habe zwar auch mal Chillertage. Aber dann achte ich immer noch auf mich und trage beispielsweise eine Jeans mit Löchern und einen Oversize-Pulli.

Ich gehe nicht auf die Straße ohne…

…Visitenkarten. Ich studiere in München gerade Journalistik, im Sommer bin ich fertig und suche deshalb nach Kontakten. Mein Traum wäre es, ein eigenes Modemagazin zu gründen. Oder mal bei der "Vogue" zu arbeiten. Bisher schreibe ich auf meinem Blog Thelostboy.

Mein teuerstes Kleidungsstück…

…ist meine MCM-Tasche. Sie hat 500 Euro gekostet. Dafür war beispielsweise mein Shirt ein echtes Schnäppchen, dafür habe ich bei H&M nur sieben Euro gezahlt.

Mein modisches Vorbild ist…

…Peter Brant Jr. und sein Bruder Harry. Ihre Mutter ist ein Ex-Topmodel, ihr Vater unter anderem Verleger des "Interview"-Magazins. Das sind die reichsten Söhne New Yorks, immer top gekleidet, sehr edel. Und sie kombinieren einen Anzug immer mit etwas Rockigem. So wie ich.

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