Blindgänger entdeckt Tausende Münchner müssen Häuser verlassen

Eine 250-Kilo-schwere Fliegerbombe ist im Münchner Stadtteil Schwabing gefunden worden. Der Blindgänger soll an diesem Mittwoch entschärft werden. Bis zu 8000 Anwohner müssen dafür ihre Wohnungen verlassen.

Fundort der Fliegerbombe
DPA

Fundort der Fliegerbombe


Nach dem Fund einer Fliegerbombe in München müssen an diesem Mittwoch bis zu 8000 Menschen ihre Häuser verlassen. Die Evakuierung des Gebiets im Stadtteil Schwabing-West werde mehrere Stunden in Anspruch nehmen, sagte ein Polizeisprecher der Stadt.

Anschließend soll der 250 Kilo schwere Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft werden. Bauarbeiter entdeckten die amerikanische Bombe am Dienstagnachmittag südlich des Olympiaparks. Dort entsteht ein Neubaugebiet. Bereits am Dienstagabend wurden rund 140 Anwohner, darunter Pflegebedürftige, aus einer direkt angrenzenden Straße in Sicherheit gebracht.

Der Fund von Blindgängern aus dem Zweiten Weltkrieg ist in München wie auch anderen Städten nicht ungewöhnlich. Jährlich werden etwa 5500 Exemplare entschärft.

Der aktuelle Fund weckt Erinnerungen an die "Schwabinger Fliegerbombe", die im August 2012 gefunden worden war. Rund 2500 Anwohner mussten damals bei Bekannten oder in Notunterkünften übernachten. Weil der Blindgänger nicht wie geplant entschärft werden konnte, wurde er von Spezialisten kontrolliert gesprengt. Die Explosion, die in der ganzen Stadt zu hören war, beschädigte einige umstehende Häuser.

msc/dpa



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