Erdloch in Florida Haus im Erdboden verschwunden

Es verschlang eineinhalb Wohnhäuser und ein Boot: Ein großes Loch, das sich in Florida in der Erde auftat, hat immensen Schaden angerichtet. Die Bewohner von elf Häusern wurden in Sicherheit gebracht.

AP/ Tampa Bay Times

Es fing mit der Größe eines kleinen Swimmingpools an, am Ende verschlang es ein komplettes Haus und beschädigte ein weiteres stark: Im US-Bundesstaat Florida hat sich auf mehr als 60 Metern Breite die Erde geöffnet. Das 15 Meter tiefe Loch mitten in einer Wohngegend zerstörte das Zuhause mehrerer Menschen. Verletzt wurde niemand.

Bei dem Unglück am Freitag sei niemand zu Hause gewesen, sagte der Feuerwehrchef von Pasco County, Shawn Whited. Wegen Rissen unter einem neben einem der Häuser geparkten Boot habe ein Mann in Land O'Lakes die Rettungskräfte alarmiert, sagte er. Binnen Minuten "öffnete sich das Loch", berichtete der Feuerwehrchef unter Berufung auf den Mann.

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Haus weg, Boot weg

Auf Videoaufnahmen ist zu sehen, wie nach dem Boot auch eines der Häuser nördlich von Tampa in Pasco County einstürzt - und in dem Loch versinkt. Feuerwehrleute hatten zuvor noch zwei Hunde sowie einige Gegenstände aus dem Haus holen können.

Die Bewohner benachbarter Häuser wurden dazu aufgerufen, ihr Heim vorläufig zu verlassen. Insgesamt seien die Menschen aus elf Häusern auf freiwilliger Basis in Sicherheit gebracht worden, sagte Kevin Guthrie, der im Bezirk Pasco für die öffentliche Sicherheit zuständig ist. "Es war beängstigend", sagte Guthrie. "Die Menschen kamen aus ihren Häusern und waren eingeschüchtert. Doch Mutter Natur nimmt sich, was sie sich nimmt."

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Spektakuläre Erdlöcher: Und plötzlich sackt der Boden ab

Akten zu den Grundstücken in der Gegend belegen laut Nachrichtenagentur AP, dass es an gleicher Stelle schon mal ein Erdloch gegeben hatte. 2012 sei es jedoch stabilisiert worden, das nun verschluckte Haus sei zuletzt 2015 verkauft worden. Erdlöcher werden üblicherweise durch in Bohrlöcher gegossenen Beton stabilisiert.

Geologen beraten nun, wann und wie mit den Aufräumarbeiten begonnen werden kann. Laut Guthrie ist es in dem Bezirk das größte Erdloch seit drei Jahrzehnten.

apr/AP

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