Vater und Sohn in Seenot US-Luftwaffe rettet deutsche Segler

In einer aufwendigen Rettungsaktion haben Mitglieder der US-Luftwaffe zwei deutsche Segler gerettet. Ihre Jacht war auf dem Weg von der Karibik nach Bremerhaven auf hoher See verunglückt.

US-Fallschirmspringer springt aus einer HC-130 (Symbolbild)
AP

US-Fallschirmspringer springt aus einer HC-130 (Symbolbild)


Vor der Küste Floridas hat die US-Luftwaffe zwei deutschen Seglern das Leben gerettet. Die spektakuläre Rettungsaktion wurde eingeleitet, nachdem die Küstenwache das Militär um Hilfe gebeten hatte.

Um die Verunglückten zu retten, sprangen fünf Fallschirmspringer mit Schlauchbooten über dem Atlantik ab, holten die Schiffbrüchigen aus ihrer Rettungsinsel in die Boote und brachten sie zu einem Tanker, der an die Unglücksstelle umgeleitet worden war. Zwei Air Force-Hubschrauber zogen die beiden Männer dann vom Tanker mit Seilen an Bord ihrer Helikopter.

Vater (66) und Sohn (48) waren auf dem Rückweg von der Karibik nach Bremerhaven gewesen, als ihre Zwölf-Meter-Jacht 800 Kilometer vor der US-Küste Feuer fing und unterging, wie die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) mitteilte. Der Sohn erlitt schwere Brandverletzungen. Beide Männer wurden in eine Klinik in Orlando im US-Bundesstaat Florida gebracht.

Die Air Force hatte in der Nacht zum Samstag ein Flugzeug in das Seegebiet geschickt, nachdem sie um Hilfe gebeten worden war. Die Segler hatten nach dem Notfall über ein Satellitentelefon Familienangehörige in Bremerhaven angerufen.

Die informierten die Feuerwehr, die wiederum die Seenotretter alarmierte, die den Notruf an die US-Küstenwache in Miami weiterleitete. Dort war nahezu zeitgleich ein automatisches Signal der brennenden Jacht eingegangen. Wegen der großen Entfernung vom Festland bat die Küstenwache die Air Force um Hilfe.

asc/dpa



insgesamt 39 Beiträge
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hd1 10.07.2017
1. Beeindruckend
Ich finde es immer wieder beeindruckend, was auf dem Wasser immer in Bewegung gesetzt wird, um Leben zu retten. Die Luftwaffe fliegt 800km um Taucher abzusetzen und ein Tanker ändert seinen Kurs um alle aufzunehmen. Ohne auf die Kosten zu achten. Komme mir keiner mit Leichtsinn. Mit einer 12m Yacht ist es kein Leichtsinn über den Atlantik zu segeln.
Ein_denkender_Querulant 10.07.2017
2. Danke
Den Rettern, die mit Schlauchbooten ins Meer sprangen gebührt mein voller Dank!
Bueckstueck 10.07.2017
3. Imposant Kette
Anruf zuhause -> Feuerwehr -> Deutsche Seenotretter -> US Coast Guard -> US Air Force - > Fallschirmspringer eilen zur Hilfe -> von Tanker aufgenommen -> vom Heli abgeholt -> Krankenhaus. Da geht einem das Herz auf! Und hier zückt mancher Gaffer bei einem Unfall das Handy nicht zum Hilferuf sondern zum filmen...
Augustusrex 10.07.2017
4. Gute Leute
Hier offensichtlich an allen Stellen gute Leute. So muss es sein. Vielen Dank an alle Beteiligten, angefangen von den Männern der Air Force bis zu allen, die den Notruf weiterleiteten.
ericus 10.07.2017
5. Starke Meldekette
Klingt sehr verschachtelt, aber jeder hat den Ernst der Lage erkannt und offensichtlich rasant weitergegeben. Der Aufwand ist aber schon heftig. Und 1000km weiter?
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