Langzeitprojekt bei SPIEGEL ONLINE Das sind die neuen Europäer

Es ist eine gigantische Aufgabe für Europa: Millionen Flüchtlinge müssen integriert werden. Vier europäische Medien beschreiben ihren Alltag. SPIEGEL ONLINE begleitet 18 Monate die syrische Familie Abu Rashed in Deutschland.

Maria Feck / SPIEGEL ONLINE

Von und (Fotos und Videos)


In Spanien gehen 160.000 Menschen auf die Straße, um gegen die harte Asylpolitik der konservativen Regierung zu protestieren. In Deutschland entscheiden die Wähler bei der Bundestagswahl im September auch, wie einverstanden sie mit Angela Merkels Flüchtlingspolitik sind. Und in Frankreich kann Marine Le Pen, die gegen Einwanderer hetzt, auf einen Erfolg bei der Präsidentschaftswahl im März hoffen.

Die Integrationspolitik prägt die politische Debatte in Europa. Selbst angehört werden die Geflüchteten dabei aber selten: Wie sieht ihre Lebensrealität aus in einem Europa, das gespalten ist zwischen Willkommenskultur und zunehmendem Rechtspopulismus? Wie prägt sie dieses Europa? Und wie verändern wiederum sie ihre neue Heimat?

Um diese Fragen zu beantworten, kooperiert SPIEGEL ONLINE für das Projekt The New Arrivals mit drei europäischen Zeitungen: "The Guardian" aus Großbritannien, "El País" aus Spanien und "Le Monde" aus Frankreich. Jedes Medium begleitet in den kommenden 18 Monaten Flüchtlinge oder Einwanderer - eine Übersicht über die Projekte finden Sie hier.

In den kommenden Monaten wollen wir Texte und Informationen austauschen, um Einblicke in die Flüchtlings- und Einwanderungspolitik der unterschiedlichen Länder zu geben. Das Projekt wird durch das European Journalism Centre (EJC) mit Mitteln der Bill und Melinda Gates Foundation unterstützt.

Für das Projekt begleitet SPIEGEL ONLINE die syrische Familie Abu Rashed. Die Flucht über das Mittelmeer, die Zeit in der Flüchtlingsunterkunft im niedersächsischen Friedland und der erste Schock über deutsche Bürokratie in der Ausländerbehörde liegen hinter ihnen - aber wie geht es weiter?

In einer ersten Reportage begleiten wir Ruaa Abu Rashed: Die 23-Jährige träumt vom Medizinstudium, doch der Weg dahin ist hart - in einem Studienkolleg im Harz kämpft sie zwischen Leistungsdruck, Heimweh und neuer Freiheit für ihre Chance.

Im Syrien-Krieg konnte Ruaa Abu Rashed nicht Ärztin werden. In Deutschland muss sie für ihren Traum hart arbeiten - das kann sie, sie ist stark. Meistens.

"The Guardian" begleitet in den kommenden 18 Monaten einen afghanischen Vater mit seinem Sohn - auf der Flucht wurden sie an der türkisch-iranischen Grenze vom Rest der Familie getrennt, jetzt leben sie im englischen Derby und kämpfen mit der Ungewissheit: Was geschah mit den anderen? Die ganze Geschichte können Sie hier lesen (auf Englisch).

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"The New Arrivals": Geschichten vom Ankommen in Europa

"El País" porträtiert die Fußballmannschaft "Alma de África" im südspanischen Jerez de la Frontera, die u.a. von Einwanderern aus Marokko, Senegal und Kamerun gegründet wurde. "Alma de África gibt mir keine Arbeit, aber Lebensfreude", sagt der 26-jährige Issa Abdou. Alle Texte über das Team finden Sie hier (auf Spanisch).

"Le Monde" berichtet, wie eine sudanesische Familie in der französischen Provinz ankommt. Weil sonst fast niemand in das entlegene 850-Einwohner-Dorf zieht, entsteht eine besondere Atmosphäre der Gastfreundschaft. Hier finden Sie die Texte von Le Monde (auf Französisch).


Sie haben Ideen oder Anmerkungen zu dem Projekt "The New Arrivals"? Sie erreichen uns unter der E-Mail-Adresse arrivals@spiegel.de.



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