Flüchtlingsheim im Nobelviertel Unfeine Gesellschaft

Im Hamburger Nobelviertel Harvestehude soll ein Flüchtlingsheim entstehen - trotz gerichtlich verordnetem Baustopp hält der Senat an dem Plan fest. Anwohner sind empört: Je näher sie am Gebäude leben, desto größer ihre Bedenken.

Von Bruno Schrep


Blick auf den Hamburger Stadtteil Harvestehude
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Blick auf den Hamburger Stadtteil Harvestehude

Der Immobilienmarkt kennt drei eherne Grundregeln: erstens Lage, zweitens Lage, drittens Lage. Dies trifft besonders auf Hamburg zu.

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Heft 6/2015
Europas Albtraum Alexis Tsipras

Wer in der Hansestadt die Frage nach seinem Wohnviertel mit "Harvestehude" beantwortet, hat es in den Augen der Einheimischen weit gebracht. Das Quartier mit seinen rund 17.000 Bewohnern gilt als einer der reichsten Stadtteile Hamburgs. Es gibt nur wenige Arbeitslose und Hartz-IV-Empfänger, dafür ist die Anzahl der Millionäre viel höher als anderswo - wobei Alteingesessene genau unterscheiden zwischen "altem" und "neuem" Geld.

Als sehr exklusiv gilt die Ecke um die Sophienterrasse, benannt nach Maria Sophia, der Ehefrau eines vermögenden Konsuls. Die Straße, die Richtung Alsterufer führt, wird umsäumt von Villen aus dem 19. Jahrhundert und gepflegten Häusern im Bauhausstil, hinter kunstvoll verzierten Fassaden wohnen oft nur zwei oder drei Personen.

Gleich daneben, auf einem ehemaligen Bundeswehrgelände, entstehen für 350 Millionen Euro luxuriöse Stadthäuser, Appartements und Eigentumswohnungen. Die teuersten Unterkünfte verfügen über 448 Quadratmeter Wohnfläche, haben eine Deckenhöhe von 4,80 Meter, bieten dazu herrliche Aussicht auf die Außenalster, unverbaubar. In der Tiefgarage gibt es eine Hundedusche. Der Komplex wird rund um die Uhr bewacht. Den Bewohnern, heißt es im Prospekt des Bauherrn, der rheinischen Firma Frankonia, würden auf Wunsch "lästige Pflichten und Arbeiten des Alltags abgenommen".

Immobilien an der Sophienterrasse: Nebenan sollen Flüchtlinge einziehen
DER SPIEGEL/ Agata Szymanska-Medina

Immobilien an der Sophienterrasse: Nebenan sollen Flüchtlinge einziehen

Ausgerechnet auf dieser Insel abgehobenen Wohlstands sollten Asylbewerber eine neue Heimat finden. Die Stadt Hamburg wollte das ehemalige Kreiswehrersatzamt an der Sophienterrasse, einen schmucklosen Zweckbau aus den Fünfzigerjahren, zu einer Unterkunft für 220 Flüchtlinge umbauen - ein Plan, der zunächst krachend gescheitert ist.

Die neunte Kammer des Hamburger Verwaltungsgerichts erklärte das Vorhaben für unzulässig und verhängte einen vorläufigen Baustopp. Begründung: Das Haus liege in einem "besonders geschützten Wohngebiet". Dort sei laut einem Bebauungsplan von 1955 eine "soziale Einrichtung" wie ein Asylbewerberheim in dieser Größenordnung nicht genehmigungsfähig. Damit gaben die Richter einer Klage von Anwohnern statt.

Der Zoff um die Flüchtlingsunterkunft geht jedoch weiter. "Wir akzeptieren diese Entscheidung nicht", erklärte Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz (SPD). Der Senat will seine Absicht, Flüchtlinge in dem Nobelviertel einzuquartieren, unbedingt durchsetzen. Er rechnet sich gute Chancen beim Oberverwaltungsgericht aus, das über die städtische Beschwerde entscheiden muss und als liberal gilt.

Der Baustopp löste heftige Reaktionen aus, von der Richterschelte bis zur Häme. "Eine Schande für Hamburg", kommentierte der Norddeutsche Rundfunk, die "Hamburger Morgenpost" konstatierte einen "GAU". Die Fronten zwischen Befürwortern und Gegnern des Projekts sind verhärtet. Es geht auch um Gut und Böse. Wer dafür ist, gilt als mitfühlend, wer dagegen ist, als herzloser Egoist.

"Dieses Urteil ist ein beispielloser Skandal", schrieb der Hamburger Schauspieler Stephan Schad im Forum von SPIEGEL ONLINE und, gemünzt auf die siegreichen Anwohner: "Möge euch euer Kaviar im Halse stecken bleiben. Ihr kotzt mich an. Flüchtlinge sind hier, was mich angeht, von ganzem Herzen willkommen." Die Antwort kam postwendend. "Sie dürfen doch gern schon mal einen oder zwei Flüchtlinge aufnehmen", schlug ein Forist unter dem Kürzel "ixfüru" vor. "Sie würden dann mit gutem Beispiel vorangehen - und ein gutes Beispiel liefern, dass das Zusammenleben gut klappt."

Jedenfalls ist die SPD mit ihrem Kalkül gescheitert, mit dem Thema im Wahlkampf zu punkten. Die Idee zum Heim in der Premiumlage hatte ein schneidiger Kommunalpolitiker und Sozialdemokrat: Torsten Sevecke, Leiter des Bezirksamts Eimsbüttel, zu dem auch Harvestehude gehört. Eimsbüttel ist einer von sieben Hamburger Bezirken, Seveckes Job entspricht etwa dem des populären, gerade zurückgetretenen Berliner Bezirksbürgermeisters Heinz Buschkowsky. Und wie sein Berliner Parteifreund löst auch Sevecke oft heftige Reaktionen aus.

Der drahtige Mann Anfang fünfzig, der in seinem Bezirk meistens mit dem Fahrrad unterwegs ist, scheut keine Attacke: Der ehemalige Panzeroffizier ist gewohnt, auch heikle Projekte durchzuboxen. Noch heute nimmt er an Wehrübungen teil, inzwischen als Oberstleutnant der Reserve und Stabschef des Landeskommandos Hamburg.

Der Jurist ist aber auch ein Parteisoldat, der genau weiß, wie sehr seinen Bürgermeister Scholz das Flüchtlingsproblem drückt. Im vergangenen Jahr kamen mehr als 5000 Asylbewerber in die Hansestadt, Tendenz steigend. Und erst kürzlich ergab eine Umfrage, dass 43 Prozent der Einheimischen die Aufnahme weiterer Zuwanderer ablehnen.

SPD-Regierungschef Scholz, der bei der Bürgerschaftswahl in zwei Wochen seine absolute Mehrheit verteidigen muss, wollte deshalb Flagge zeigen, und zwar vor allem gegenüber den eigenen Genossen in den Außenbezirken, die unter der Last immer neuer Unterkünfte ächzen. In Wilhelmsburg und in Harburg, in Wandsbek und in Billstedt, überall da, wo die Sozis die meisten Stimmen holen, stehen und entstehen auch viele Heime. Die Wähler sind erbost über die ungleiche Lastenverteilung.

Scholz stimmte dem Plan deshalb sofort zu: "Auch wenn's Ärger gibt, das machen wir." Was lag auch näher, als den Bewohnern besser situierter Stadtteile Opfer abzuverlangen, den "Alstermillionären", wie eine Boulevardzeitung süffisant schrieb, den "Schönen und Reichen" von der Sophienterrasse. Zumal sich das Mitgefühl mit dieser Klientel in engen Grenzen hält. Den Vorwurf politischer Gegner, der SPD gehe es nur darum, ein homogen gewachsenes Innenstadtviertel "aufzubrechen", die Struktur dieser Insel "nachhaltig zu verändern", wies Bezirksamtsleiter Sevecke als Polemik zurück. "Asylsuchende gehören ja nicht nur an Stadtränder oder in Container", erwiderte er.

"Wenn mich jemand fragt: 'Warum Harvestehude?', dann frage ich zurück: 'Warum nicht Harvestehude?'", erklärt der Politiker. Im Übrigen sei auch die CDU einverstanden gewesen; tatsächlich stimmten in der Bezirksversammlung 87 Prozent der Abgeordneten dafür. "Gegen die Mehrheit hätte ich das nicht gemacht", versichert der Amtschef.

JE NÄHER AM GEBÄUDE, DESTO GRÖßER DIE BEDENKEN

Vom Baustopp im Wahlkampf gibt sich Sevecke, dem viele Genossen weitere Karrieresprünge zutrauen, überrascht. Der Verwaltungsmann ist jedoch sicher: "Am Ende gewinnen wir das Ding." Notfalls müsse eben der Bebauungsplan geändert werden. Um in der nächsten Instanz zu siegen, will der SPD-Politiker jedoch erst mal nachbessern: Der Plan, neben Familien aus Syrien und dem Irak auch deutsche Wohnungslose unterzubringen, wird nicht weiterverfolgt. Auch Gemeinschaftsküchen, Gemeinschaftstoiletten und Gemeinschaftsduschen im Heim, oft Auslöser für internen Zwist, soll es nicht geben, sondern nur abgeschlossene Wohnungen. Einziehen sollen nur Menschen, die bereits drei Monate in einem Erstaufnahmelager verbracht haben, daher nicht völlig fremd sind und voraussichtlich mehrere Jahre bleiben.

Viele Anwohner sind trotzdem skeptisch. Je näher sie an der jetzt gestoppten Einrichtung leben, umso größer sind ihre Bedenken. Hausbesitzer befürchten eine Wertminderung ihrer Immobilien, Mieter sind alarmiert von Meldungen über Drogenhandel und Krawalle vor anderen Asyleinrichtungen.

Im Altersheim St. Johannis, rund hundert Meter von der geplanten Wohnanlage entfernt, überwiegen diffuse Ängste. "Manche fragen sich, ob sie weiter mit dem Rollator rausgehen können, ohne überfallen zu werden", berichtet Inge Steinmeyer, die 84-jährige Vorsitzende des Heimbeirats.

 Anwohnerin Reante Haferkorn: "Hier treffen zu viele Arme auf zu viele Reiche"
DER SPIEGEL/ Agata Szymanska-Medina

Anwohnerin Reante Haferkorn: "Hier treffen zu viele Arme auf zu viele Reiche"

"Das passt einfach nicht", glaubt auch Renate Haferkorn, eine Ärztin, die in der Gegend zur Miete wohnt. Warum nicht? "Hier treffen zu viele Arme auf viel zu viele Reiche", sagt die Medizinerin, die gerade vom Einkaufen kommt. Sie selbst sei keine Millionärin, fahre keinen Porsche, habe immer bescheiden gelebt. Sie fürchte aber, Zoff in ihrem ruhigen Viertel sei künftig programmiert: Neid und Missgunst, womöglich auch falsche Verdächtigungen.

"Wie kann man hier so ein soziales Experiment starten?", fragt Mathias Schründer, der seit vielen Jahren in einer alten Villa in der Sophienterrasse lebt. Der Innenarchitekt misstraut den offiziellen Stellungnahmen, wonach der Standort alternativlos sei. "Für mich ist klar, dass hier ein Exempel statuiert werden sollte." Die Ärztin und der Architekt gehören zu den wenigen Bewohnern, die offen über ihre Zweifel reden. Die anderen hätten "Angst, als ausländerfeindlich oder rechtsradikal diffamiert zu werden", glaubt der Hamburger Anwalt Gero Tuttlewski, der mehrere Anlieger gegen die Stadt vertritt. Den Baustopp sieht er nicht als Triumph, sondern als "Etappensieg".

Tuttlewski, ein Baurechtler, klagte nicht gegen die Eröffnung der Unterkunft, sondern gegen deren Größe von 220 Plätzen. Das sei in dem Gebiet nicht zulässig. Ansonsten drohe "erhebliche Unruhe": durch "Kinder mit großem Bewegungsdrang", durch mehr Autoverkehr, durch lautstarke Streitigkeiten in der Öffentlichkeit.

Das betroffene Karree umfasst 32 Grundstücke, ursprünglich wollten viele der Immobilienbesitzer klagen. Doch um den Streitwert niedrig zu halten und Ausgaben für die Mandanten zu sparen, pickte sich der Jurist nur drei Eigentümer heraus.

Auch die Firma Frankonia, die das Luxusareal nebenan baut, prüfte rechtliche Schritte. Weil die Grundstücke aber nicht unter denselben Bebauungsplan fallen, nur ein eingeschränkter Klageanspruch besteht, rieten die Firmenjuristen ab: mangelnde Erfolgsaussichten. Geschäftsführer Uwe Schmitz signalisiert seitdem ungeteilte Zustimmung. "Asylbewerber sind doch keine bösen Menschen", erklärte er, von seiner Seite gebe es "keinerlei Vorbehalte". Und der Baustopp, der habe ihn "persönlich tief betroffen" gemacht. Er finde die klagenden Anwohner "widerlich und kleinkariert". Schmitz: "Es gibt keinen Grund, dieses Flüchtlingsheim nicht zu errichten." Jede andere Haltung wäre auch gefährlich: Rund 40 Prozent der edlen Immobilien sind noch nicht weg. Krach um das Asylheim, womöglich mit der Firma mittendrin, könnte Interessenten abschrecken. Schon vor dem Urteil gab es Streit um die Kosten. Dass allein für den Umbau des Bürohauses fünf Millionen Euro veranschlagt wurden, irritierte ebenso wie der Kaufpreis von 15 Millionen.

"EINFACH EIN IRRSINN"

"Mit diesen 20 Millionen könnten Sie für 1000 Flüchtlinge Wohnungen bauen, nicht nur für 220", schimpfte Dirk Kessemeier, ein Hamburger Bauinvestor, der zu den schärfsten Kritikern des Projekts zählt. Anlieger Kessemeier, der zwei Stockwerke mit Glasfront zur Alster bewohnt, wäre gleich doppelt betroffen. Er hatte der Stadt angeboten, selbst ein Asylbewerberheim zu bauen, zu einem weitaus günstigeren Preis, war aber abgeblitzt.

Am finanziellen Aufwand nahmen auch andere Fachleute Anstoß, etwa Architekt und Nachbar Schründer. Die Umbaukosten seien "einfach ein Irrsinn".

Und womöglich rausgeschmissenes Geld. Weil die Handwerker seit der Urteilsverkündung ihr Werkzeug liegen lassen, sitzt die Stadt auf einer halb fertigen Bauruine. Die Verträge mit den Firmen müssen jedoch eingehalten werden, egal, wer wann in die Sophienterrasse 1 a einzieht.

Architekt Schründer: "Wie kann man hier so ein soziales Experiment starten?"
DER SPIEGEL/ Agata Szymanska-Medina

Architekt Schründer: "Wie kann man hier so ein soziales Experiment starten?"

Immerhin: Die Millionen für den Grundstückskauf gehen dem Steuerzahler nicht verloren. Die Stadt hat das Haus dem Bund abgekauft, zum Verkehrswert. Wenn kein Flüchtlingsheim kommt, könnte die Immobilie wieder verkauft oder anders genutzt werden, etwa als Studentenheim. Ob sich Asylbewerber in der großbürgerlichen Umgebung je wohlfühlen würden, bezweifeln Gegner des Heims ohnehin. "Was sollen die in einer Gegend, wo der Latte macchiato 3,50 Euro und das Stück Torte 5,70 Euro kostet?", fragt Markus Wegner, ehemaliger Fraktionschef der populistischen Statt Partei in der Hamburger Bürgerschaft. Wegner, der nicht selbst betroffen ist, am Rand von Harvestehude wohnt, redet gern überall mit.

Der 61-Jährige malt ein bizarres Schreckensszenario: Asylbewerber, die ohne Geld zwischen Luxuslimousinen und Luxusvillen umherirren, weit und breit keine Anlaufstelle haben, keine Freunde finden, nirgends günstig einkaufen können, im Heim zusammengepfercht sind und deshalb isoliert aufeinander hocken. Wegner: "Das wird ein Horrorhaus." Es stimmt zwar, dass es in der Umgebung wenig preiswerte Cafés und Gaststätten gibt, dass die nächsten Discountläden eineinhalb Kilometer entfernt liegen. Aber sind das unüberwindbare Hindernisse? "Wer Tausende Kilometer vor Kriegswirren geflohen ist, der wird auch noch ein paar Kilometer zum Supermarkt schaffen", sagt Fritz von Hammerstein, ein Anwalt, der von seiner Wohnung auf die Flüchtlingsunterkunft sehen könnte.

Hammerstein gehört zu den Befürwortern des Heims. Der Jurist unterstützt die Bürgerinitiative "Flüchtlingshilfe Harvestehude", die kurz nach Bekanntwerden des Plans gegründet wurde. Inzwischen hat der Verein schon mehr als 90 Mitglieder und fast 200 Unterstützer, darunter Lehrer, Kirchenleute, Journalisten.

Die Hilfswilligen, die nicht alle in unmittelbarer Nachbarschaft des geplanten Heims leben, haben sich viel Gutes vorgenommen: Sie wollen eine "Willkommenskultur" pflegen, den "interkulturellen Austausch" fördern und dabei helfen, die Flüchtlinge ins Viertel zu integrieren.

Anwältin Blandow-Schlegel
DER SPIEGEL/ Agata Szymanska-Medina

Anwältin Blandow-Schlegel

Gründerin der Bürgerinitiative ist Hendrikje Blandow-Schlegel, eine Anwältin mit Kanzlei am Hafenrand. Sie sagt Sätze wie: "Harvestehude ist keine Insel der Glückseligen, wo die Realität nicht anklopfen darf. Sie soll sogar anklopfen." Und: "Es erfüllt mich mit Wut, wie ungerecht in Deutschland das Vermögen verteilt ist." Die SPD-Genossin, die mit einem Unternehmer verheiratet ist und in Harvestehude wohnt, rund einen Kilometer von der Asylunterkunft entfernt, hat sich schon vor 22 Jahren um Flüchtlinge gekümmert. Damals ging es um Opfer des Jugoslawien-Konflikts. Jetzt ist ihr Engagement auch Teil ihres Wahlkampfs. Die 53-Jährige kandidiert auf Platz 40 der SPD-Landesliste, sie rechnet sich gute Chancen aus. In ihrer Wahlkampfbroschüre plädiert sie für die Schaffung von Flüchtlingsunterkünften in allen Stadtteilen, "auch in Harvestehude".

Ihre vielen Mitstreiter würden am liebsten sofort loslegen: mit der Übernahme von Patenschaften, mit der Sprachtherapie, mit dem gemeinsamen Malen und Singen, mit dem Basteln in der Fahrradwerkstatt, mit der Hausaufgabenhilfe für die Kinder. Ob es je dazu kommt, ist jedoch völlig offen. Bis zur Entscheidung des Oberlandesgerichts können mehrere Monate vergehen, weitere langwierige juristische Verfahren sind nicht ausgeschlossen.

Möglich ist aber auch ein Vergleich über die Anzahl der Flüchtlinge, die in Harvestehude einziehen können, Schätzungen schwanken zwischen 100 bis 150 Personen. Dann kämen auf jeden Flüchtling zwei Unterstützer.

Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 383 Beiträge
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Seite 1
frank57 01.02.2015
1. Es wird nicht mehr
lange dauern und die reichen werden in ihren eigenen ummauerten und bewachten Ressorts wohnen.....wie in schlechten amifilmen.....
retterdernation 01.02.2015
2. Am Montag für Asylanten ...
auf die Straße gehen und den Rest der Woche gegen sie klagen, ist ein Spruch aus HH - der es auf den Punkt bringt. Es gibt wenig Mitbürger - die diese Unterkünfte in ihrer Umgebung möchte. Die einfachen Bürger werden dann schnell als Nazis gebrandmarkt und gut ist. Die Vermögenden sind da geschickter - sie klagen heimlich und haben eine saubere Weste. Oder sie schicken ihre Kinder in andere Bezirke - zur Schule, wie in BerlinMitte. Verlogen bis zum abwinken...
censored 01.02.2015
3.
Dieses stille und leise Abgrenzen mit Vermögen ist auch eine Form der Parallelgesellschaft.Wird mich nicht wundern,wenn irgendwann der Wunsch nach einer gated Communitie aufkommt.
hermes69 01.02.2015
4. Südafrika lässt grüßen
Zitat von frank57lange dauern und die reichen werden in ihren eigenen ummauerten und bewachten Ressorts wohnen.....wie in schlechten amifilmen.....
So sind sie eben die Menschen. Promis winken gerne mal in die Kamera und berichten von ihren ach so dollen Projekten. Aber bitte nur solange die Kamera an ist. Danach sollen die Menschen bitte auf Distanz bleiben. So tickt sie eben unsere Gesellschaft. War doch schon immer so und wird auch immer so bleiben.
privado 01.02.2015
5. Die
Jaja, die Gutmenschen heißen Flüchtlinge willkommen, Hamburg ist bunt und Refugees Welcome, etc. Nur wenn diese Leute in die unmittelbare Nachbarschaft sollen, da ist dann Schluss mit der Solidarität. Was spricht denn dagegen, dass die Flüchtlinge in einer der besten Lagen Deutschlands untergebracht werden? Nichts. Nur haben die Anwohner dieser "Edelgegend" genug Einfluss, um sich dagegen erfolgreich zu wehren. Diese Leute sind an Verlogenheit nicht zu überbieten. Eine Schande für unser Land.
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