Flug-Wut Supermodel attackiert Flugbegleiter

Das dänische Supermodel May Andersen ist festgenommen worden, nachdem es auf einem Flug von Amsterdam nach Miami zu Handgreiflichkeiten gekommen war. Andersen soll einen Steward attackiert und sich ungebührlich benommen haben.


Miami - Das Model-Business führt zu Stress-Symptomen, das weiß man nicht erst seit den Debatten um Drogenmissbrauch und Magersucht im Geschäft der Laufsteg-Schönen. Manchmal sucht sich der Beauty-Druck auch andere Ventile: Wegen Randalierens an Bord eines Flugzeugs ist das dänische Supermodel May Andersen gestern Abend in Miami festgenommen worden.

Die 23-Jährige soll auf einem Transatlantik-Flug aus Amsterdam einen Flugbegleiter geschlagen haben, als dieser sie um Mäßigung bat. Andersen habe andere Fluggäste lautstark und bepöbelt und belästigt.

Nach der Landung habe das in Dänemark unter ihrem bürgerlichen Namen Lykke May bekannte Model versucht, sich der Festnahme zu widersetzen und sei gewaltsam gegen die Polizei-Beamten vorgegangen. Eine Sprecherin der Polizei in Miami erklärte, Andersen habe "ganz offensichtlich" unter kräftigem Einfluss von Alkohol und anderen Drogen gestanden. Sie wurde nach ihrer Verhaftung ins Gefängnis Turner Guilford Knight Correctional Facility in Miami überführt. Andersen müsse sich wegen des tätlichen Angriffs im Flugzeugs sowie wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt verantworten müssen, teilte die Polizei mit.

Ihre Agentur Elite Models zeigte sich überrascht von den Vorwürfen. Ein solches Verhalten sei überhaupt nicht typisch für das Model, das unter anderem Bademode für die Zeitschrift "Sports Illustrated" und Unterwäsche für "Victoria's Secret" vorgeführt hat.

Nach zwei Nächten hinter Gittern wurde Andersen am Samstagabend gegen eine Kaution von 3000 Dollar (rund 2430 Euro) wieder frei gelassen, berichtete die "New York Daily News". Ihr Anwalt Vernon Brown bestreitet die Vorwürfe gegen das Model. "Die Behauptungen sind falsch und wir werden das auch beweisen können", hieß es in einer Erklärung.

bor/AP/dpa



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