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Flughafenchaos: Der Norden räumt besser

Von , Niels Reise und

Auf dem Frankfurter Flughafen regierte tagelang das Chaos, die Airports von Helsinki und Oslo räumen problemlos die Schneemassen. Sind die deutschen Drehkreuze schlecht vorbereitet, mies organisiert? Ein Überblick zeigt, wo der Kampf gegen die Winterlasten erfolgreicher Alltag ist - und funktioniert.

Enteisung auf dem Airport von Helsinki: "Wir schließen nur im absoluten Ausnahmezustand" Zur Großansicht
AFP

Enteisung auf dem Airport von Helsinki: "Wir schließen nur im absoluten Ausnahmezustand"

Hamburg - Viele Flughäfen ächzen unter der Schneelast, der Frankfurt International Airport musste vorübergehend alle Flüge einstellen. Doch während London oder Brüssel im Chaos versinken, zeigen Flughäfen in Skandinavien, Russland und Kanada, dass man der Wetterlage Herr werden kann - fast immer mit einfachen Mitteln, die aber in der perfekten Kombination. Weitsicht und Schnelligkeit sind gefragt, dazu ausreichend Personal, funktionierende Technik und vorausschauende Planung.

Auf den Flughäfen in Oslo, Stockholm oder Helsinki sind bereits ab Oktober Enteisungsanlagen in Betrieb. Hier kennt man keinen Streusalz- oder Sandmangel, bedient sich im Gegenteil Spezialmischungen, um die Start- und Landebahnen effektiver zu reinigen. Im kanadischen Toronto werden mit einer erhitzten Glycol-Wassermischung in einer Saison weit mehr als 10.000 Flugzeuge enteist.

Haben sich die deutschen Flughäfen zu zögerlich auf den zweiten strengen Winter im Land vorbereitet? Was muss passieren, um in Zukunft trotz Schnee und Eis einen reibungslosen Flugverkehr zu garantieren? SPIEGEL ONLINE hat sich auf den großen Flughäfen des Nordens umgehört.

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insgesamt 64 Beiträge
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1. Unterschied
Bre-Men, 22.12.2010
Die im Norden wissen das auf Herbst winter kommt. Bei uns haben die Controller den Winter abgeschafft. Leider nur auf dem Papier.
2. Vorsorgekosten
hk1963 22.12.2010
Die letzten Prozentpunkte zur 100%igen Verfügbarkeit sind immer die teuersten. Man kann natürlich genug Menschen und Material für Extremlagen, die selten vorkommen, bereithalten. Aber, wer bezahlt das? Sowas ist wie bei Versicherungen immer eine Kosten-Nutzen-Abwägung aufgrund von Eintrittswahrschinlichkeiten. Wenn jetzt unsere Straßenmeistereien riesige Salzvorräte und mehr Schneepflüge anschaffen und es kommen ein paar milde Winter, geht garantiert das Geschrei über Geldverschwendung los. Ich sehe das Problem eher in der Kommunikation und im Management der Situation. Nicht darin, dass sie eintrat.
3. Flughafen Oslo
-JohnDoe- 22.12.2010
Der Flughafen Oslo wird von 19 Mio. Passagieren im Jahr benutzt, die 19.000 aus dem Artikel reichen also kaum für einen halben Tag.
4. Immer wieder interessant
ohmscher 22.12.2010
Zitat von sysopAuf dem Frankfurter Flughafen regiert das Chaos, die*Airports*von Helsinki*und Oslo räumen problemlos die Schneemassen. Sind die deutschen Drehkreuze schlecht vorbereitet, mies organisiert? Ein Überblick zeigt, wo der Kampf gegen die Winterlasten erfolgreicher Alltag*ist - und funktioniert. http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,735963,00.html
Oh, ein SPIEGEL-BRENNPUNKT zum Winterchaos. Toll!
5. Hmm
Sapere aude 22.12.2010
Es ist doch klar wie Klosbrühe: für gewinnorientierte Unternehmen macht es wirtschaftlich keinen Sinn die nötige Technik zu kaufen und zu unterhalten wenn man sie nur ein paar Tage im Jahr einsetzt, wenn überhaupt. Man erinnere daran das die "Experten" vor nicht langer Zeit behaupteten Winter wie diese gebe es bei uns nie wieder. Danach hat man sich gerichtet. Für die Bahn ist es billiger wegen ausgefallener Züge Gutscheine zu verschenken als Fräsen und Streckenläufer anzustellen.
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