Einsatz am Frankfurter Hauptbahnhof So üben Polizei und Feuerwehr den Ernstfall

Geschminkte Statisten, Schuss- und Explosionsgeräusche, gesperrte Gleise: Am Frankfurter Hauptbahnhof haben Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr ihre groß angelegte Antiterrorübung begonnen.

DPA

Bundespolizei, Feuerwehr und Beamte des Frankfurter Polizeipräsidiums haben am Dienstagabend gemeinsam eine nächtliche Großübung am Frankfurter Hauptbahnhof gestartet. In mehreren fiktiven Szenarien übten sie im nördlichen Teil der Anlage den Einsatz im Fall eines Terroranschlags. Im übrigen Teil des Bahnhofs ging unterdessen der normale Betrieb weiter - allerdings getrennt durch Sichtschutzwände.

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Übung in Frankfurt am Main: Achtung, nicht erschrecken

Die Bundespolizei hatte bereits am Vortag darauf hingewiesen, dass Schuss- und Explosionsgeräusche in der Nacht zu Mittwoch kein Grund zur Sorge seien, sondern Teil der Übung. Auch die zahlreichen geschminkten Statisten, die als blutende Verletzte am Bahnhof zu sehen seien, dienten nur einem realistischen Übungsgeschehen.

Mehrere Züge und S-Bahnen wurden für die Dauer der Aktion auf andere Gleise verlegt, die Übung sollte bis zum frühen Mittwochmorgen dauern. Per Durchsagen teilte die Bahn die neuen Abfahrtsorte mit. Zudem waren Bahn-Mitarbeiter am Ort, um Fragen zu Zugverbindungen zu beantworten und eventuelle Ängste von Reisenden auszuräumen, die nichts von der Übung wussten.

aar/dpa



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count.number 21.03.2018
1. Eine super Idee
Das hier medial breitzutreten. Am besten teilen sie die Ergebnisse der Übung noch mit, vor allem die Schwachstellen dürften die bisher ideenlosen potentiellen Terroristen interessieren. Der Bahnhof in Frankfurt ist nicht zu schützen und zu kontrollieren, die Bahn hat mit ihrer Ertragsstrategie „Einkaufsbahnhof“ die Weichen gestellt. Früher ist man zum Reisen an den Bahnhof gekommen, heute für alles Mögliche. Das ist der Fehler und macht den Bahnhof verwundbar.
Flari 21.03.2018
2.
Zitat von count.numberDas hier medial breitzutreten. Am besten teilen sie die Ergebnisse der Übung noch mit, vor allem die Schwachstellen dürften die bisher ideenlosen potentiellen Terroristen interessieren. Der Bahnhof in Frankfurt ist nicht zu schützen und zu kontrollieren, die Bahn hat mit ihrer Ertragsstrategie „Einkaufsbahnhof“ die Weichen gestellt. Früher ist man zum Reisen an den Bahnhof gekommen, heute für alles Mögliche. Das ist der Fehler und macht den Bahnhof verwundbar.
Sie wissen aber schon, dass es diverse Anschläge auch auf Einkaufscentren, Festvals, Sportveranstaltungen, etc., also auf alles gab, wo es zu grossen Menschenansammlungen kommt? Ich selber glaube übrigens nicht, dass sich zur Hauptverkehrszeit besonders viele Menschen speziell zwecks Einkauf im Frankfurter Bahnhof aufhalten.
grommeck 21.03.2018
3. Antiterrorübung?
Ok....In Frankfurt auch nötig, die Problemviertel wachsen und brodeln......
sebold 21.03.2018
4. hier sieht man die Entfaltung von Schritt Nr. 1...
zum Terrormanagement. Wenn dann die Übungen zum "Alltag" gehören ist die Zeit reif für Schritt Nr. 2: ein großangelegter Terrorangriff, echt oder Fake ist dann nur noch schwer zu unterscheiden und letztlich unerheblich, denn es geht darum schließlich Schritt Nr. 3 einzuleiten: die Umsetzung neuer Gesetze zur Überwachung und Bevölkerungsmanagement. Danach kann die "Politik" (fast) alles tun was sie will.... so glaubt sie...
Pickle_Rick 21.03.2018
5.
Zitat von count.numberDas hier medial breitzutreten. Am besten teilen sie die Ergebnisse der Übung noch mit, vor allem die Schwachstellen dürften die bisher ideenlosen potentiellen Terroristen interessieren. Der Bahnhof in Frankfurt ist nicht zu schützen und zu kontrollieren, die Bahn hat mit ihrer Ertragsstrategie „Einkaufsbahnhof“ die Weichen gestellt. Früher ist man zum Reisen an den Bahnhof gekommen, heute für alles Mögliche. Das ist der Fehler und macht den Bahnhof verwundbar.
Es finden Übungen statt um auf eine laufende Terrorlage zu reagieren. Natürlich kann man nicht zu 100 % Schutz und Kontrolle gewährleisten. Man kann aber dafür sorgen, dass die Leute die für den mündigen Bürger (Achtung Zynismus) im Falle des Falles den Kopf hinhalten, auch trainiert sind. Es wird hier auch nichts breitgetreten sondern nur davon berichtet, dass eine Übung stattfindet. Das man so etwas überhaupt durchführt ist aus vielen Gründen richtig. Dazu zählt wie gesagt das Training aber auch das Erkennen von Fehlern und eine entsprechende Verbesserung von Problempunkten. Vollkommen im Geheimen kann man so etwas jedenfalls nicht durchziehen.
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