Nordfrankreich Deutsches U-Boot-Wrack taucht aus Sandbank auf

Bisher waren sie vom Sand meistens völlig bedeckt, nun sind an der französischen Küste die Überreste von einem U-Boot aus dem Ersten Weltkrieg zu sehen. Es war vor mehr als hundert Jahren an der Stelle gesunken.

AFP

Das Wrack eines deutschen U-Boots ist vor der nordfranzösischen Küste wieder aufgetaucht. Die rostigen Überreste des Unterseeboots seien bei Ebbe vor dem Badeort Wissant westlich von Calais zu sehen, sagte der Touristenführer Vincent Schmitt. Das Boot UC-61 war dort vor mehr als hundert Jahren während des Ersten Weltkriegs gesunken.

Schmitt zufolge legt das Meer bei Ebbe zwei Wrackteile von rund acht und drei Metern Länge frei.

Das U-Boot der kaiserlichen Marine war ursprünglich insgesamt rund 50 Meter lang und kam im Juli 1917 vor die französische Opalküste am Ärmelkanal. Es hatte nach Angaben der Historikerin Isabelle Delumeau den Auftrag, Handelsschiffe zu versenken.

"Es hat sogar ein Kriegsschiff versenkt", sagt sie. Nachdem das U-Boot von den Franzosen aufgebracht wurde, habe die rund 20-köpfige deutsche Besatzung es gesprengt.

Fotostrecke

4  Bilder
Gesunkenes U-Boot: Rostige Überreste an französischer Küste

"Alle Bewohner von Wissant wissen, dass hier ein U-Boot liegt", sagt Touristenführer Schmitt. "Aber meistens liegt das Wrack im Sand und ist deshalb nicht zu sehen. Es ist das erste Mal, dass es so weit freiliegt."

Die Behörden wollen das U-Boot nicht bergen. Es stelle keine Gefahr für die Bevölkerung dar, teilte die Präfektur mit.

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version des Textes hieß es, das Wrack sei aus einer Düne aufgetaucht. Da es sich aber im Meer befindet, handelt es sich tatsächlich um eine Sandbank.

cop/AFP



TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.