Urteil in Frankreich Handschlag verweigert - Frau darf Einbürgerung verwehrt werden

Weil sie Männern nicht die Hand geben wollte, wurde einer algerischen Muslimin die französische Staatsbürgerschaft verweigert. Zu Recht, wie nun das höchste Verwaltungsgericht entschieden hat.


Bei der Zeremonie zu ihrer Einbürgerung lehnte eine Muslimin aus Algerien den Handschlag mit Männern ab. Daraufhin sei der Frau zu Recht die französische Staatsbürgerschaft verwehrt worden: Dieses Urteil hat nun das höchste französische Verwaltungsgericht gefällt. Die Pariser Richter wiesen damit in letzter Instanz die Berufung der Frau zurück.

Die mit einem Franzosen verheiratete Algerierin sollte eigentlich im Juni 2016 eingebürgert werden. Bei der entsprechenden Zeremonie im Departement Isère weigerte sie sich dann aber, dem zuständigen Beamten und einem Lokalpolitiker die Hand zu geben. Sie berief sich auf ihren "religiösen Glauben", der ihr verbiete, fremde Männer zu berühren.

Die Regierung verweigerte ihr daraufhin die französische Staatsbürgerschaft: Das Verhalten der Frau zeige, dass sie "nicht in die französische Gesellschaft integriert" sei. Dagegen war die Frau vor Gericht gegangen.

wit/AFP



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