Beliebtes Touristenziel in Frankreich Mont-Saint-Michel nach Zwischenfall evakuiert

Der Mont-Saint-Michel ist eines der Wahrzeichen Frankreichs. Nun wurde die Felseninsel zeitweise evakuiert. Die Polizei suchte nach einem Verdächtigen, der Angriffspläne gegen die Sicherheitskräfte geäußert haben soll.

Mont-Saint-Michel
imago/ robertharding

Mont-Saint-Michel


In Frankreich wurde der Mont-Saint-Michel "vorsorglich" für einige Stunden evakuiert. Wie französische Medien übereinstimmend berichten, hatten mehrere Zeugen eine auffällige Person gemeldet. Die Polizei bestätigte, dass nach einem Verdächtigen gesucht wurde.

Um 7.30 habe ein junger Mann auf dem Mont-Saint-Michel gegenüber einem Café-Besitzer "sehr konkrete" Angriffspläne gegen die Sicherheitskräfte geäußert, so Jean-Marc Sabathé, Präfekt des Departements Avranches im Nachrichtensender FranceInfo. Demnach wollte der Verdächtige auf der Insel Straßenkunst vorführen, geriet aber mit einem Café-Betreiber in einen Streit. Daraufhin habe er den Sicherheitskräften gedroht.

Der Mann hatte sich als Schausteller ausgegeben, war - soweit sichtbar - nicht bewaffnet, aber trug eine Umhängetasche und verschwand nach der Begegnung in den Befestigungen des Mont. Für den Präfekten waren die Äußerungen präzise genug, um die Evakuierung anzuorden.

Die Evakuierung "vollzog sich ohne Zwischenfall" und "in Ruhe", so der Präfekt, der 40 Einsatzkräfte mobilisierte. Zusätzlich war ein Helikopter im Einsatz, um den Verdächtigen eventuell in der Menge der Touristen zu orten, die bei Ebbe durch die Bucht zum Mont Michel zogen.

Auf dem Mont wurden Läden, Restaurants und Cafés geschlossen. Das historische Wahrzeichen in der Bucht wurde "Haus für Haus" durchsucht.

Am Nachmittag gab es Entwarnung: Alles sei abgesucht worden, um sicherzugehen, dass sich der Mann nicht mehr dort aufhalte, sagte der Präfekt. Nun bestehe kein Risiko mehr, so dass der Zugang zu dem berühmten Klosterberg wieder freigegeben werden könne.

asc/sts

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