Fukushima-Flüchtlinge: Einsamer Missionar in der Strahlenzone

Aus Tamura berichtet Heike Sonnberger

Das Dorf Katsurao liegt an der 20-Kilometer-Sperrzone um das havarierte AKW in Fukushima. Die Bewohner sind geflohen, sie leben in Notunterkünften. Viele sind verzweifelt. Ein selbsternannter Strahlenexperte will ihnen die Angst vor der Strahlung nehmen, damit sie in ihr altes Leben zurückfinden.

Dörfler auf der Flucht: Vorsicht vor Makrelenhechten! Fotos
SPIEGEL ONLINE

"Die Gräten des Makrelenhechts, die sind gefährlich", sagt Terumi Hangai, 50, und kramt eine Buntstiftzeichnung hervor. Der blauweiße Fisch darauf lächelt niedlich. "In seinen Gräten lagert sich radioaktives Strontium ab." Und seine Landsleute verspeisen das Tier leider gern am Stück. Spinat hingegen - kein Problem mehr. Auch Milch aus der Präfektur Fukushima lasse sich derzeit bedenkenlos trinken, sagt Hangai. Die Daten der Regierung und unabhängiger Experten geben ihm recht.

Terumi Hangai ist Lehrer und studierter Chemiker. Vor dem Beben drillte er japanische Schüler in seiner privaten Nachhilfeschule auf Bestnoten. Doch seit der Katastrophe vom 11. März hat die Jugend der Stadt Tamura offenbar keine Lust mehr zu pauken. Ob auch das etwas mit dem Nuklearunfall zu tun hat? "Ich weiß es nicht", sagt Hangai und seufzt.

Tamura liegt rund 50 Kilometer westlich des Atomkraftwerks Fukushima Daiichi. Die radioaktive Belastung ist dort etwa so hoch wie mancherorts in Bayern. Seit ihm die Schüler wegbleiben, hat Hangai viel Zeit. Doch langweilig wird ihm nicht. Der Mann hat eine Mission.

Kiloweise Pfirsiche aus Fukushima

Hangai hat sich vorgenommen, die Menschen in seiner Heimat von der Strahlenangst zu befreien. Mit Messdaten, autodidaktischer Expertise und einem glucksenden Lachen.

Sein Ziel heute: Die Menschen von Katsurao. Das Dorf liegt direkt an der 20-Kilometer-Sperrzone um das havarierte Kernkraftwerk, ein paar Häuser stehen auch jenseits der Straßensperren. Fast alle Bewohner sind geflüchtet. Die Regierung sagt, das sei sicherer wegen der erhöhten Radioaktivität. Hangai sagt, die Strahlenwerte seien zwar höher als früher - aber trotzdem nicht gefährlich.

"Kein Politiker und kein Wissenschaftler will die Verantwortung dafür übernehmen. Also tue ich es!" Warum? Hangai brummt nachdenklich vor sich hin. "Weil ich Katsurao liebe und weil ich will, dass die Menschen dort ihr normales Leben zurückbekommen und glücklich werden."

Hangai saust in seinem hochgeheizten Wagen die verschneite Straße nach Katsurao entlang. "Ich glaube den Daten der Regierung", sagt er. Sie seien von Wissenschaftlern gemessen - mit sehr guten Geräten. "Eines kostet 15 Millionen Yen!" Hangai dreht begeistert den Kopf zum Beifahrersitz, das Auto driftet kurz von der Fahrbahn. Seine Frau habe im Sommer kiloweise Pfirsiche aus der Gegend gekauft. Unglaublich billig, weil niemand sie wollte, und kein bisschen kontaminiert.

Vorsicht vor den Wildschweinen

Im Dorf Katsurao krächzen Krähen, sonst ist es still. Armlange Eiszapfen hängen vom Dach einer Scheune, in der früher einige hundert Kühe standen. Aus dem Fenster eines Pick-up flattern Spatzen. Hangai stakst in seinen teuren Lederschuhen durch den Schnee. Eigentlich verbringt er seine Freizeit lieber in Edelrestaurants, aber er jammert nicht. Das hier ist wichtig. Der deutsche Gast soll verstehen, was die Strahlenangst mit diesem Dorf gemacht hat.

In einem Baucontainer in der Dorfmitte sitzen drei Frauen. "Die Strahlung ist unsere größte Sorge", sagt Yukimi Yoshida. Früher hat die 57-Jährige in einem Laden in der Nähe Reiskuchen verkauft. Jetzt trägt sie eine blaue Weste und eine Schirmmütze, auf der steht: "Wir geben nie auf." Sie gehört zu der Bürgerpatrouille, die Katsurao vor Plünderern schützen will.

Im Baucontainer ist es warm, die Stoffeulen auf dem Regal hat Yoshida selbst genäht, auf der Heizung steht eine Teekanne. Draußen fährt ein Auto vorbei und die Köpfe der Frauen rucken herum: Farbe, Modell, Nummernschild, Personen? Die Daten notieren sie in einem Buch, was eine nicht gesehen hat, haben sich die anderen beiden gemerkt. Wenn aus einem der Höfe ein Fernseher oder Arbeitsmaschinen gestohlen werden, können sie vielleicht helfen, den Fall aufzuklären.

Bis zehn Mikrosievert kein Problem, sagt Hangai

Sie sind froh, dass sie diesen Job haben. Man verstehe sich gut, besser als vor dem Beben. Und auch mit den Polizisten aus Tokio, die hier ihre Runden drehen und andere Autofahrer vor den riesigen Wildschweinen warnen, sei es nett. Der einzige Lichtblick in dieser schweren Zeit.

Hangai erzählt ihnen, dass an einzelnen Orten der Erde, zum Beispiel in Iran, die natürliche Strahlenbelastung dauerhaft zehn Mikrosievert pro Stunde beträgt. An einem Bächlein in der Nähe hatte sein Geigerzähler vorhin einen Spitzenwert von fünf Mikrosievert gemessen. Er persönlich halte Werte unter zehn Mikrosievert pro Stunde für unbedenklich, sagt er. Die Augen der Frauen beginnen zu leuchten.

Hangai erzählt auch von seiner Mutter, die aus der Sperrzone fliehen musste. "Sie hat am Ende nur noch gegessen und geschlafen", sagt er, "und ist im November gestorben." Yoshida nickt betroffen. Auch ihre Mutter habe mit 84 Jahren der Stress umgebracht, aus der Heimat zu flüchten. Der seelische und der wirtschaftliche Schaden des Atomunfalls seien das größte Problem, sagt Hangai, als er später wieder über die glatten Straßen braust.

Eine Siedlung aus grauen Boxen

Im Moment leben etwa tausend Dörfler aus Katsurao verstreut auf zehn Siedlungen, alle eine Autostunde von der Heimat entfernt. Hisayoshi Matsumoto, 61, ist in einer davon untergekommen. Er hat inmitten der grauen Behelfsunterkünfte einen Laden eröffnet, für die vielen alten Leute, die nicht weit laufen können. Dort verkauft er Tabak, Alkohol, Reiskekse, Propangasflaschen.

"Mein Geschäft in Katsurao war zehnmal so groß und die Unterkünfte sind schrecklich eng", klagt er. Doch er will nicht zurück, wegen der Strahlung. Sie sei vielleicht nicht hoch, aber trotzdem mindestens 20-mal höher als vorher. "Das kann nicht gut sein!"

In der Siedlung denken viele so - und Hangai wirkt zwischen ihnen wie ein fremder Vogel, der hoffnungsvolle Botschaften bringt. An seinen Lippen hängt zum Beispiel die Krankenschwester Tomoko Matsumoto, 36. Ihr Unbehagen in Sachen Radioaktivität konnte sie bisher nicht abschütteln. Sie kauft kein Gemüse mehr aus Fukushima, wegen ihrer vier Kinder, das jüngste ist ein Jahr alt. Und sie lauscht aufmerksam Hangais praktischer Lebenshilfe: keine Makrelenhechte, keine Forellen, keine Pilze und kein Wildschweinfleisch.

Strahlenschutzraum im Keller

Viele Menschen hier fühlen sich von der Regierung im Stich gelassen. Die Politiker in Tokio hätten am liebsten nur Lebensmittel mit null Becquerel und erließen immer strengere Verordnungen, schimpft Hangai. Dabei seien null Becquerel Unsinn. Der menschliche Körper sei ohnehin mit strahlenden Substanzen belastet, Atomunfall hin oder her. Man nimmt über die Nahrung stets natürliche Radionuklide wie Kalium 40 auf, bestätigen Wissenschaftler. Im Schnitt liegt die natürliche Grundbelastung im Körper eines Erwachsenen bei etwa 8000 Becquerel.

"Sie haben Katsurao verlassen, weil sie kein Wissen über Radioaktivität haben", sagt Hangai. An einem runden Tisch will er Regierungsmitglieder, Wissenschaftler und Vertreter der Präfekturverwaltung zusammenbringen, um die Probleme Fukushimas zu lösen. Der Lehrer gefällt sich in der Rolle des Gemeinderetters. "Ich bin berühmt hier", brummt er zufrieden.

Hangais eigene Strahlenangst muss früher einmal beträchtlich gewesen sein. Im Keller seines Hauses baute er vor zwölf Jahren einen - mehr oder weniger - strahlensicheren Schutzraum ein. "Ich hatte Angst vor einem Raketenangriff aus Nordkorea auf Daiichi", sagt er. "An einen Tsunami habe ich damals nicht gedacht." Zum Glück sei Fukushima diesmal mit einem blauen Auge davongekommen. Das müsse nun nur noch der Rest der Welt verstehen und nicht mehr alles, was aus dieser Präfektur komme, verteufeln.

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insgesamt 76 Beiträge
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1. Ein selbsternannter Strahlenexperte
Hölderlinkarussell 03.03.2012
[QUOTE=sysop;9751211]Das Dorf Katsurao liegt an der 20-Kilometer-Sperrzone um das havarierte AKW in Fukushima. Die Bewohner sind geflohen, sie leben in Notunterkünften. Viele sind verzweifelt. Ein selbsternannter Strahlenexperte will ihnen die Angst vor der Strahlung nehmen, damit sie in ihr altes Leben zurückfinden. Wurde der von Tepco geschickt/beauftragt? Bei uns würden sie einen Solchen einfangen und einweisen. Aber so sind die Nipponesen eben, keine richtige Sozialstruktur, keine vorausschauende Denkweise für die Lebenserwartung. Die Arbeiter, die in und um Futschikado aufräumen, verstecken ihre Dosimeter in ihren Socken, um die Strahlendosis, die sie abbekommen haben zu verstecken, damit sie mehr Geld erheischen können. Auch für ihre Familien. Mal abgesehen vom Reaktortyp, auch aus der Gegend von Tschernobyl würde ich kein Wildschwein verspeisen wollen. Darum tun die Menschen gut daran, weg vom Dorf zu bleiben. Und dieser Irre? Wenn für ihn zehn Mikrosievert kein Problem darstellen, kann man ihm vielleicht bald online zusehen, wie er seine Haare, Zähne, etc. verliert. Ergo, jeden Tag steht ein Dummer auf. Hölderlinkarussell
2. So, so, ...
duanehanson 03.03.2012
... der nette Mann »übernimmt« also die Veranstaltung, weil die Regierung es nicht tut. Was heißt das konkret? Zahlt er in einen Fonds ein, aus dem in zwanzig Jahren die Krebstherapien der leider doch verstrahlten und erkrankten Leute bezahlt werden? Oder noch besser, er tritt zurück, wenn seine Entwarnung falsch war. Das reicht ja heutzutage, um Verantwortung zu übernehmen - lächerlich. Er übernimmt also die Verantwortung, ohne ein Stück Verantwortung zu tragen. Der Mann sollte Politiker werden.
3.
Promethium 03.03.2012
Bayern zählt übrigens zu den Bundesländern mit der höchsten Lebenserwartung und der niedrigsten Säuglingssterblichkeit! So viel zu: ---Zitat--- Tamura liegt rund 50 Kilometer westlich des Atomkraftwerks Fukushima Daiichi. Die radioaktive Belastung ist dort etwa so hoch wie mancherorts in Bayern. ---Zitatende---
4.
grubers 03.03.2012
Zitat von sysopDas Dorf Katsurao liegt an der 20-Kilometer-Sperrzone um das havarierte AKW in Fukushima. Die Bewohner sind geflohen, sie leben in Notunterkünften. Viele sind verzweifelt. Ein selbsternannter Strahlenexperte will ihnen die Angst vor der Strahlung nehmen, damit sie in ihr altes Leben zurückfinden. Fukushima-Flüchtlinge: Einsamer Missionar in der Strahlenzone - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Panorama (http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,815549,00.html)
Na endlich, so langsam wird die Einjahresfeier der Medien eingeläutet...
5. Typisch SPON
KonsulOtto 03.03.2012
Nachdem zig-Tausende durch den Tsunami getötet wurden (0, in Worten: NULL) Menschen durch "Fukushima", erdreistet sich SPON das Thema immerwieder aufzuwärmen. Lachhaft!
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Von Sievert bis Becquerel: Kleines Lexikon der Strahlenmessung
Alpha-, Beta- und Gammastrahlen
DPA
Manche Atomkerne von chemischen Elementen sind instabil und zerfallen deshalb. Sie werden als radioaktiv bezeichnet. Die Zerfallsprozesse können unterschiedlicher Natur sein. Die Strahlung, die zerfallende Elemente aussenden, wird in drei Arten unterschieden: Während Alpha- und Betastrahlung aus Partikeln bestehen, handelt es sich bei Gammastrahlung um elektromagnetische Wellen, ähnlich der Röntgenstrahlung. Allerdings ist ihre Wellenlänge viel kleiner und die Strahlen sind somit extrem energiereich. Alphastrahlung besteht aus positiv geladenen Helium-Kernen, die aus zwei Protonen und zwei Neutronen aufgebaut sind. Betastrahlen bestehen aus Elektronen. Sie entstehen, wenn sich ein Neutron in ein Proton und ein Elektron umwandelt, das vom Atomkern abgestrahlt wird.
Becquerel: Einheit der Aktivität
Eine Substanz ist dann radioaktiv, wenn sie zerfällt und dabei Strahlung aussendet. Um anzugeben, wie stark eine radioaktive Substanz strahlt, benutzt man den Begriff der Aktivität (A). Sie wird in Becquerel (Bq) gemessen und gibt die Strahlung an, die eine Substanz innerhalb einer bestimmten Zeit durch Zerfall erzeugt. Per Definition entspricht ein Becquerel einem Zerfall pro Sekunde. Je schneller eine Probe zerfällt, desto intensiver strahlt sie also.
Gray: Einheit der Energiedosis
Weiß man, wie stark eine radioaktive Substanz strahlt, sagt das noch nichts darüber aus, wie sich die Strahlung auf den Körper auswirkt. Dafür ist es wichtig zu bestimmen, wie viel Energie von einer bestimmten Masseneinheit des Körpers absorbiert wird. Angegeben wird die absorbierte Energiedosis (D) in der Einheit Gray (Gy), wobei ein Gray der Energiemenge von einem Joule pro Kilogramm entspricht.
Sievert: Einheit der Äquivalentdosis
Um die biologische Wirksamkeit der radioaktiven Strahlung auf den Körper anzugeben, benutzt man anstelle der Energiedosis den Begriff der Äquivalentdosis (H). Sie berücksichtigt die Tatsache, dass verschiedene Arten von Strahlen ganz unterschiedliche Wirkungen auf den Körper haben. So ionisiert Alphastrahlung bei weitem mehr Moleküle als etwa Betastrahlen - und richtet deshalb eine größere Zerstörung im Körper an. Daher wird jede Strahlungsart mit Hilfe einer physikalischen Größe gewichtet, dem sogenannten Strahlenwichtungsfaktor. Gemessen wird die Äquivalentdosis in Sievert (Sv). Sie ergibt sich aus der Multiplikation der Energiedosis mit dem Strahlenwichtungsfaktor. 1 Sievert (Sv) sind 1000 Millisievert (mSv). 1 Millisievert sind 1000 Mikrosievert (µSv).
Sievert pro Zeit: Einheit der Strahlenbelastung
Um die Auswirkungen von radioaktiver Strahlung auf den Körper genauer einschätzen zu können, ist es wichtig zu wissen, wie lange eine bestimmte Dosis auf den Körper einwirkt. Daher wird die Strahlenbelastung meist in Sievert pro Zeiteinheit gemessen. Also etwa Millisievert pro Jahr oder Mikrosievert pro Stunde. Die durchschnittliche natürliche Strahlenbelastung liegt in Deutschland bei 2,1 Millisievert pro Jahr, also 0,24 Mikrosievert pro Stunde. Im Schnitt kommen zwei Millisievert pro Jahr durch künstliche Quellen von Radioaktivität hinzu. Den Löwenanteil dazu steuert die Medizin bei.
Von Becquerel zu Sievert: Der Dosiskonversionsfaktor
Die Strahlenbelastung von Böden oder in Lebensmitteln etwa wird in Becquerel pro Quadratmeter oder Becquerel pro Kilogramm angegeben. Doch was bedeutet dieser Wert für die Auswirkungen auf den Körper? Um eine Beziehung zwischen Aktivität und Äquivalentdosis herstellen zu können, gibt es den sogenannten Dosiskonversionsfaktor. Er hängt unter anderem von der Art der Strahlung und der radioaktiven Substanz ab, sowie von der Art, wie die Strahlung in den Körper gelangt (Inhalieren, Aufnahme durch die Nahrung). So entspricht die Aufnahme von 80.000 Becquerel Cäsium 137 mit der Nahrung einer Strahlenbelastung von etwa einem Millisievert. Der Verzehr von 200 Gramm Pilzen mit 4000 Becquerel Cäsium 137 pro Kilogramm hat beispielsweise eine Belastung von 0,01 Millisievert zur Folge. Das lässt sich mit der Belastung durch Höhenstrahlung bei einem Flug von Frankfurt nach Gran Canaria vergleichen.
EU-Grenzwerte für Nahrungsmittel
Nach der Tschernobyl-Katastrophe hatte die EU Grenzwerte für den Import von Lebensmitteln aus jenen Ländern geregelt, die durch das Atom-Unglück kontaminiert wurden. Zusätzlich hat die EU am 26. März 2011 weitere Grenzwerte für Importe aus Japan festgelegt - die Grenzen wurden jedoch als zu lasch kritisiert. Am 8. April reagierte die EU - und passte die Grenzen an japanische Normen an. Für Cäsium 134 und Cäsium 137 gilt künftig bei Lebensmitteln ein Grenzwert von 500 Becquerel pro Kilogramm. Bei Säuglings- und Kindernahrung senkte Brüssel den Grenzwert für Cäsium von 400 auf 200, für Jod von 150 auf 100 Becquerel.