Geburtenraten Frauen in Deutschland bekommen weniger Kinder

In Deutschland werden immer weniger Kinder geboren. 2009 kamen etwa 665.000 Babys zur Welt, 17.000 wenige als im Vorjahr. Das Statistische Bundesamt erkennt einen deutlichen Unterschied zwischen den neuen und den alten Bundesländern.

Eine hochschwangere Frau: 2009 kamen in Deutschland 665.000 Babys zur Welt
DPA

Eine hochschwangere Frau: 2009 kamen in Deutschland 665.000 Babys zur Welt


Wiesbaden - Ein Trend setzt sich fort: Die durchschnittliche Kinderzahl je Frau ist im vergangenen Jahr in Deutschland auf 1,36 gesunken - 2008 lag sie noch bei 1,38. Dies teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Freitag in Wiesbaden mit. Laut der Erhebung kamen 2009 etwa 665.000 Kinder zur Welt, 17.000 weniger als im Vorjahr.

Als Grund für diese Entwicklung nannten die Statistiker neben dem Umstand, dass Frauen insgesamt weniger Babys bekommen, auch die gesunkene Zahl von Frauen in gebärfähigem Alter zwischen 15 und 49 Jahren.

Wie schon in den vergangenen Jahren ging die durchschnittliche Zahl der Geburten bei jüngeren Frauen zurück, während sie bei denen ab 33 Jahren zunahm.

Die Statistik deckt regionale Unterschiede auf: In den alten Bundesländern sank die durchschnittliche Kinderzahl pro Frau von 1,37 im Jahr 2008 auf 1,35 im vergangenen Jahr. Einen niedrigeren Wert gab es zuletzt 2006. Im Osten lag die durchschnittliche Kinderzahl wie schon im Vorjahr bei 1,40 und blieb damit auf dem höchsten Niveau seit der Wiedervereinigung.

Unter den Bundesländern wiesen Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern 2009 die höchsten Geburtenziffern auf. Die geringsten Werte gab es in den Stadtstaaten und dem Saarland.

In Nordrhein-Westfalen wurden noch nie so wenige Kinder geboren wie im vergangenen Jahr: Die Geburtenzahl sank 2009 im Vergleich zum Vorjahr um 3,3 Prozent auf 145.000. Ein Grund für den Geburtenrückgang sei die schrumpfende Elterngeneration. 2009 sei die Zahl der Frauen im gebärfähigen Alter um mehr als ein Prozent niedriger gewesen als 2008.

siu/dapd/AFP



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