Hund des verstorbenen US-Präsidenten Sully, yesterday my life was filled with rain

Der Hund des verstorbenen US-Präsidenten George H.W. Bush begleitet sein Herrchen über dessen Tod hinaus: Labrador Sully ist mit dem Sarg in der Air Force One nach Washington geflogen.

REUTERS

Über das Verhältnis von Menschen und Hunden gibt es etliche Ratgeber. Doch wenn es um die First Dogs der USA geht, dürfte man mit vielen davon nicht weiterkommen. Denn die Hunde der US-Präsidenten sind nicht bloß der sprichwörtlich beste Freund des Menschen - sie müssen auch repräsentieren und haben wie die Familie der Staatsoberhäupter ebenfalls eine eigene Rolle im Staatsgefüge.

Jetzt kann man darüber streiten, ob sich die Hunde dieser Bürde bewusst sind. Klar ist, dass das Verhalten der Hunde viele Menschen bewegt - so wie nun jenes von George H.W. Bushs Hündin Sully. Der sandfarbene Labrador mit eigenem Instagram-Account hat sich nach dem Tod des 41. US-Präsidenten, offenbar trauernd, vor den mit Sternenbanner abgedeckten Sarg seines Herrchens gelegt. Dazu heißt es: "Mission complete."

Die Wortwahl im Militärjargon dürfte bewusst gewählt sein. Denn Sully stammt von einer Organisation, die Veteranen der US-Armee Hunde vermittelt, um ihnen durch den Alltag zu helfen. Seit Sommer lebte der VetDog mit Bush. Laut einem Bericht der "Washington Post" half er dem Ex-Präsidenten etwa dabei, heruntergefallene Gegenstände aufzuheben oder Türen zu öffnen und zu schließen. Benannt ist Sully nach dem früheren Kampfpiloten Chesley "Sully" Sullenberger III.

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Mission complete.

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Wie der Ex-Präsident und Veteran Bush, der zum Ende des Zweiten Weltkriegs zeitweise sogar der jüngste Pilot in der Armee war, wurde auch Sullenberger erst im zivilen Leben richtig berühmt - durch eine erfolgreiche Notwasserung mit einem Linienjet auf dem New Yorker Hudson River 2009.

Bei ihrer Trauer um den Verhandler der Deutschen Einheit und Irakkrieger Bush greifen die Amerikaner auf weitere Symbolik zurück. Sully begleitete den Sarg mit seinem Herrchen auf der Reise mit dem amtierenden US-Präsidenten Donald Trump an Bord der Air Force One vom texanischen Houston in die Hauptstadt Washington.

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US-Präsidenten und ihre Hunde: Die First Dogs

Für die Volksseele der Amerikaner scheinen solche Gesten so wichtig, dass sich etwa Barack Obama zum Amtsantritt genötigt sah, für das Weiße Haus einen Portugiesischen Wasserhund anzuschaffen, weil seine Tochter Malia gegen diese Rasse nicht allergisch ist.

Für George Bushs malenden Sohn und 43. US-Präsidenten George W. Bush gehören Hunde zu den bevorzugten Sujets. Dwight D. Eisenhower ließ sich mit Jagdhund abbilden.

Für Sully beginnt jetzt eine neue Aufgabe: Der Hund tritt in die Dienste des Militärhospitals Walter Reed bei Washington.

apr/wit



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