Geplanter Anschlag in Madrid: Richter lässt Chemiestudenten frei

Im Internet kündigte er einen Giftgas-Anschlag auf Papstgegner an, vor Gericht glaubte ihm das nicht einmal der Staatsanwalt. Nun wurde ein junger Mexikaner in Madrid wieder freigelassen.

Der Papst in Madrid: Millionen jubeln ihm zu Zur Großansicht
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Der Papst in Madrid: Millionen jubeln ihm zu

Madrid - Sein Hass war echt, aber er blieb ohne Folgen. Deswegen ist ein Chemiestudent in Madrid vom Haftrichter gegen Auflagen freigelassen worden. Der 24-Jährige hatte einen Giftgas-Anschlag auf eine Kundgebung von Papstgegnern in Madrid angekündigt. Er habe aber nicht ernsthaft die Absicht gehabt, seine in Internetforen verbreiteten Drohungen in die Tat umzusetzen, entschied der Richter. Der Student muss nun seinen Pass abgeben und sich täglich zweimal bei der Polizei melden.

Der Mexikaner hatte im Internet Hasstiraden gegen Kirchengegner und Homosexuelle verbreitet. Die Drohungen mit einem Anschlag aber hatte selbst die Staatsanwaltschaft als "schlechten Scherz" bezeichnet. Einen Anschlag mit Giftgas habe der 24-Jährige nicht verüben können, weil er nicht über die notwendigen Chemikalien verfügt habe.

Die Anschlagsdrohungen waren gegen eine Kundgebung am Vorabend des Eintreffens von Papst Benedikt XVI. in Madrid gerichtet. Beim katholischen Weltjugendtag war der Student als freiwilliger Helfer registriert.

jbr/dpa

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