Gerichtsentscheidung Klage gegen Gott abgewiesen

Verbreitung von Tod, Zerstörung und Terror: Wegen dieser Vergehen hatte der Ex-Senator Ernie Chambers keinen Geringeren als Gott verklagt. Nun wurde das Verfahren abgeschmettert - mit einem bizarren Argument.


Nebraska - Ein US-Gericht wies die Klage gegen Gott ab, weil der Beschuldigte keine Adresse habe, an die die Anklageschrift gesendet werde könne, berichtet die BBC.

Ernie Chambers: Gott hat ihm Angst gemacht
AP

Ernie Chambers: Gott hat ihm Angst gemacht

Der frühere Senator Ernie Chambers, der die Klage eingereicht hatte, kündigte an, gegen die Entscheidung anzugehen.

Chambers hatte 2007 geklagt, weil Gott ihm und den Bewohnern Nebraskas Angst gemacht und "unter Abermillionen Erdbewohnern Tod, Zerstörung und Terror" verursacht habe.

Richter Marlon Polk begründete seine Ablehnung des Prozesses damit, dass ein Beschuldigter die Möglichkeit haben müsse, die Anklageschrift zu lesen und das sei ohne Zustelladresse nicht möglich.

Ernie Chambers sieht das allerdings anders. Das Gericht habe die Existenz von Gott anerkannt - und damit auch seine Allwissenheit. "Und wenn Gott alles weiß, hat er auch die Anklage mitbekommen", so Chambers laut BBC.

Chambers, der 38 Jahre Senator in Nebraska war, will mit seiner Klage die abstrusen Seiten des amerikanischen Rechtswesens deutlich machen, in dem "jeder jeden verklagen kann, sogar Gott."

bog



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