Nach Waldbrand Griechenland bürgert Retter ein

Drei Migranten halfen bei einem Waldbrand in Griechenland einheimischen Fischern, Dutzende Menschen aus dem Meer zu retten. Nun wurden der Albaner und die Ägypter ehrenhalber eingebürgert.

Strand in Rafina kurz nach dem Brand
AP

Strand in Rafina kurz nach dem Brand


Griechenland hat drei Männern die Staatsbürgerschaft verliehen, die bei einem verheerenden Waldbrand bei Athen im Sommer halfen, Dutzende Leben zu retten. Die Fischer hatten Menschen aus dem Wasser gezogen, die vor den Flammen ins Meer geflohen waren.

Der griechische Präsident Prokopis Pavlopoulos veranstaltete eine Zeremonie für einen 35-Jährigen aus Albanien und zwei Ägypter, 50 und 46 Jahre alt. Zum einen sollten die Männer damit geehrt werden, zum anderen solle so "eine Botschaft nach Europa" gesendet werden, um der Stimmung gegen Migranten entgegenzuwirken, hieß es.

Die Entscheidung die drei Männer einzubürgern, war am 21. Dezember im griechischen Staatsanzeiger veröffentlicht, jedoch erst am Mittwoch formell verkündet worden. Die drei hätten Selbstaufopferung gezeigt und die Gefahren ignoriert, hieß es zur Begründung. Sie retteten "Dutzende Mitbürger, darunter viele Kinder, deren Leben in Gefahr waren". Aufgrund ihres Verhaltens sei "die Anwendung der gesetzlichen Bestimmungen für die Einbürgerung ehrenhalber" gerechtfertigt.

bbr/AP



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