Endlich Jamaika Studenten spendieren Reinigungskraft Urlaub

Er sorgte in der Uni in Bristol für gute Laune, doch für eine Reise in die Heimat hatte er kein Geld: Jetzt kann Herman Gordon trotzdem in den Urlaub fahren. Und freute sich wie irre.

Bristruths

Herman Gordon putzt gerade einen Computerraum an der Universität Bristol, als ihn ein Student anspricht: "Wir haben hier ein kleines Geschenk für dich." Als Gordon den Umschlag öffnet, kann er es erst nicht glauben - und fängt dann an zu weinen.

"Du hast uns viele unserer Tage versüßt, und wir möchten, dass du weißt, dass wir dich lieben und schätzen", heißt es laut Nachrichtenportal "Bristol Live" in einem Anschreiben, das die Studenten in einen Umschlag gesteckt haben - zusammen mit insgesamt 1500 britischen Pfund.

Das Geld ist für eine Reise nach Jamaika bestimmt, Gordons Heimat. Seit zwölf Jahren arbeitet er als Reinigungskraft an der Universität im Süden Großbritanniens - und hatte selten das Geld, um seine Familie zu besuchen. Nun kann er gemeinsam mit seiner Frau in die alte Heimat reisen.

"Send Herman to Jamaica"

Gemeinsam mit seinen Kommilitonen hatte der Student, der das Video filmte, das Geld für Gordon gesammelt. Per Crowdfunding-Aktion hatten die Studenten auf Gordons Fall aufmerksam gemacht - mehr als 230 Menschen spendeten daraufhin für seinen Urlaub. Schon nach wenigen Tagen war die Zielsumme erreicht.

Gordon sei der "Inbegriff von Fröhlichkeit", hieß es auf der Crowdfunding-Plattform. Nun könnten sie endlich mal etwas zurückgeben. Student Matthew betreute die Aktion unter dem Motto "Send Herman to Jamaica" - schicken wir Herman nach Jamaika. "Studenten erzählten auf der Spendenplattform davon, wie Gordon ihnen vor der Prüfung Mut zusprach, sich einfach so mit ihnen unterhielt oder ihnen von Jamaika erzählte", sagte er ABC News.

Für Gordon kam die Unterstützung völlig überraschend. Er habe nie erwähnt, dass er gerne wegfahren würde, sagte Gordon der BBC. Seine Freude mindert das nicht. "Ich danke allen, die für mich gespendet haben. Das zeigt mir wirklich, dass ich geliebt werde", sagt er im Video unter Tränen. Dann trocknet er seine Augen - mit einem Putztuch.

lmd



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