Großbritannien: Trommelmacher stirbt an Milzbrand

Ungewöhnlicher Todesfall in London: Ein Trommelmacher atmete bei der Arbeit Milzbrand-Sporen ein und starb jetzt daran. Sieben weitere Personen wurden wegen des Verdachts auf Milzbrand vorsorglich behandelt.

London - Ein Mann ist nach der Arbeit mit Tierhäuten in London an Milzbrand gestorben. Der Trommelmacher hatte mit den importierten Häuten gearbeitet und die Milzbrand-Sporen eingeatmet. Der 35-Jährige sei nach mehrtägiger Behandlung auf der Intensivstation am Sonntag verstorben, teilte die Homerton-Universitätsklinik in London mit.

Nach Angaben der britischen Gesundheitsbehörde wurden sieben Menschen vorsorglich mit Antibiotika behandelt, die sich in den Arbeitsräumen des Verstorbenen aufgehalten hatten. Bei ihnen seien jedoch keine Symptome auf Milzbrand festgestellt worden.

Der auch als Anthrax bekannte Milzbrand ist eine Infektionskrankheit, die normalerweise Vieh befällt, aber auch auf den Menschen übertragen werden kann. Sie befällt gewöhnlich die Haut, in einigen Fällen aber auch die Atemwege oder den Darm. Für Menschen, die auf Trommeln aus Tierhäuten spielen, besteht laut britischen Behörden kaum ein Risiko, an Milzbrand zu erkranken.

Eine Übertragung von Mensch zu Mensch kommt kaum vor. In Mitteleuropa ist die Krankheit sehr selten. Meist infizieren sich Menschen aus Risikogruppen wie Bauern, Tiermediziner und Schlachthofarbeiter.

bog/afp/dpa

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