Grubenunglück: Polnische Bergleute nach Erdbeben gerettet

Glückliches Ende einer nervenaufreibenden Suche: Retter haben 19 polnische Bergleute lebend gefunden, die nach einem Erdbeben in einem Kupferbergwerk im niederschlesischen Polkowice vermisst waren.

Warschau - Die Bergleute der Kupfermine Rudna im niederschlesischen Polkowice befanden sich in etwa 1000 Metern Tiefe, als die Erde plötzlich bebte. Die gesamte Region im Grenzgebiet zu Deutschland und Tschechien war betroffen.

Laut einem Sprecher des Minenbetreibers KGHM gab es zunächst keinen Kontakt zu den Verschütteten, da die entsprechenden Leitungen durch das Beben gekappt worden seien. Die Rettungsarbeiten gestalteten sich schwierig, da sehr große Gesteinsbrocken aus dem Weg geräumt werden müssten.

Doch dann drangen Einsatzkräfte zu den Kumpel durch. "Alle sind am Leben", sagte ein Bergwerkssprecher der polnischen Nachrichtenagentur PAP. Auch sei keiner der Bergleute lebensgefährlich verletzt.

Die Retter hatten ihren ersten Versuch, zu dem vermuteten Arbeitsort der Verschütteten vorzudringen, wegen Steinschlags und der großen Entfernung aufgeben müssen. Später versuchten sie es von einem anderen Ausgangspunkt

Zunächst hatte der staatlich kontrollierte Minenbetreiber KGHM von 17 verschütteten Bergleuten gesprochen, die Zahl aber später auf 19 korrigiert. KGHM ist der zweitgrößte Kupferproduzent Europas.

ala/dpa/Reuters

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