Erster GSG-9-Kommandeur Ulrich Wegener ist tot

Mit der Stürmung der entführten Lufthansa-Maschine "Landshut" wurden Ulrich Wegener und seine GSG 9 1977 berühmt. Nun ist der frühere Kommandeur der Spezialeinheit gestorben.

DPA

Ulrich Wegener, der frühere Chef der Bundespolizei-Spezialeinheit GSG 9, ist im Alter von 88 Jahren gestorben. Das berichten übereinstimmend die "Bild"-Zeitung und die Nachrichtenagentur dpa.

Wegener war der Gründungskommandeur der Antiterroreinheit. Sein spektakulärster Einsatz fand im Oktober 1977 in Mogadischu statt. Dorthin hatte ein Kommando der "Volksfront zur Befreiung Palästinas" PFLP die Lufthansa-Maschine "Landshut" entführt, um die Gründergeneration der Roten Armee Fraktion freizupressen.

Sieben Minuten brauchte die GSG 9 in der somalischen Hauptstadt, um das Flugzeug aufzusprengen und 86 Geiseln zu befreien; drei Geiselnehmer wurden getötet, eine Frau wurde verletzt (mehr zur Entführung der "Landshut" lesen Sie hier).

Wegener und die GSG 9 bekamen für die Stürmung der Landshut viel Lob. Die Truppe war nach der missglückten Geiselbefreiung 1972 bei den Olympischen Spielen von München extra für derartige Einsätze gegründet worden. Für seine Verdienste bekam Wegener das Große Verdienstkreuz verliehen.

Ulrich Wegener 2012
DPA

Ulrich Wegener 2012

Anmerkung: Wegener bekam das Große Verdienstkreuz verliehen, nicht das Verdienstkreuz am Bande

hut/bbr/dpa



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