Vulkan in Guatemala Volcán de Fuego bricht erneut aus - mehrere Orte evakuiert

Mindestens 70 Menschen starben, als am Wochenende der Feuervulkan in Guatemala ausbrach. Nun müssen sich Anwohner und Rettungskräfte erneut in Sicherheit bringen: Am Südhang des Berges wälzt sich Lava hinab.

Von Asche überzogene Gebäude nahe des Vulkans
AP

Von Asche überzogene Gebäude nahe des Vulkans


Nach der heftigen Vulkaneruption mit Dutzenden Toten in Guatemala ist der Volcán de Fuego (Feuervulkan) wieder ausgebrochen. Am Dienstag wälzte sich Lava den Südhang des Berges hinab, wie der Katastrophenschutz mitteilte. Zudem werde ein dichter Rauch- und Aschevorhang erwartet, erklärte das Institut für Vulkanologie des lateinamerikanischen Landes auf Twitter. Der Lavastrom könne heiße Gase absondern, weshalb das Gebiet unbedingt gemieden werden sollte.

Sechs Ortschaften im Gefahrengebiet wurden nach Angaben des Katastrophenschutzes evakuiert. Ärzte, Helfer und Journalisten wurden aus der Region um den Feuervulkan in Sicherheit gebracht, wie die Feuerwehr von Guatemala-Stadt auf Twitter mitteilte.

Der Vulkan südwestlich der Hauptstadt war zunächst am Sonntag ausgebrochen. Mindestens 70 Menschen kamen bei dem Unglück ums Leben. Die Lavamassen zerstörten zwei Ortschaften nahezu vollständig. Das katholische Hilfswerk Caritas richtete drei Notunterkünfte ein. "Diese Naturkatastrophe hat ausgerechnet zwei der ärmsten und abgelegensten Dörfer der Region am schwersten getroffen", sagte der Referatsleiter für Lateinamerika, Claudio Moser. "Das Hauptaugenmerk unserer Helfer vor Ort gilt derzeit der Bergung der unzähligen Verschwundenen."

Am Dienstag teilte der Katastrophenschutz mit, der Verbleib von insgesamt 192 Menschen sei unklar.

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Vulkanausbruch in Guatemala: Von Asche bedeckt

Papst Franziskus sprach den Opfern sein Beileid aus. Das katholische Kirchenoberhaupt wolle den Angehörigen, die den Verlust ihrer Liebsten beklagen, Trost spenden und den Hilfskräften spirituell beistehen, hieß es in einer von der päpstlichen Nuntiatur in Guatemala verbreiteten Botschaft.

Der Volcán de Fuego ist einer von drei aktiven Vulkanen in Guatemala. Seit 2002 zeigt der etwa 3700 Meter hohe Berg wieder eine verstärkte Aktivität. Erst im Mai war der Vulkan ausgebrochen und hatte eine Schlammlawine ausgelöst.

Video: Vulkanausbruch in Guatemala

aar/dpa/AFP



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