Hawaii Tote bei Hochhausbrand in Honolulu - keine Sprinkler

Bei einem Feuer in einem Wolkenkratzer in der Hauptstadt des US-Bundesstaates Hawaii sind mindestens drei Menschen getötet worden.

Hochhausbrand in Honolulu
AP

Hochhausbrand in Honolulu


"Es war wie in einem Horrorfilm", sagt Karen Hastings, 71. Die ältere Dame wohnt im 31. Stock des Marco-Polo-Wohnkomplexes in Honolulu, der Hauptstadt des US-Bundesstaats Hawaii. Am Freitag bemerkte Hastings Brandgeruch, ging hinaus auf ihren Balkon - und sah Flammen aus den tiefer gelegenen Etagen schlagen.

Hastings konnte sich gemeinsam mit einem Nachbarn über ein Treppenhaus in Sicherheit bringen. Mindestens drei Menschen kamen bei dem Feuer ums Leben, ein Dutzend weitere wurde verletzt. Die Behörden warnen allerdings, die Opferzahl könne noch weiter steigen.

Marco-Polo-Komplex
DPA

Marco-Polo-Komplex

Flammen und dichter schwarzer Rauch waren zu sehen, Glassplitter zerborstener Fensterscheiben fielen herab. Unter den Toten waren der Zeitung "Honolulu Star Advertiser" zufolge auch eine Frau und ihr erwachsener Sohn. Alle Opfer kamen demnach im 26. Stock ums Leben. Ein Feuerwehrmann und drei weitere Verletzte schweben dem Blatt zufolge in Lebensgefahr.

Das Feuer konnte sich auch deshalb schnell ausbreiten, weil das Gebäude über keine Sprinkler-Anlage verfügt. Am Rettungseinsatz waren mindestens hundert Feuerwehrleute und mehr als 30 Feuerwehreinheiten beteiligt. Der Brand erstreckte sich über mehrere Etagen. Einige Bewohner klagten, es habe lange gedauert, bis die Feuerwehr das Gebäude erreicht und evakuiert habe.

beb/AFP

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