Katholische Kirche Heiner Koch zum Erzbischof von Berlin ernannt

Das Erzbistum Berlin hat einen Nachfolger für Rainer Maria Woelki gefunden: Heiner Koch wird neuer Erzbischof in der Hauptstadt. Dort wird er auch als Manager einer Gemeindereform gefragt sein.

Heiner Koch: Aus dem Bistum Dresden-Meißen nach Berlin
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Heiner Koch: Aus dem Bistum Dresden-Meißen nach Berlin


Heiner Koch steht künftig an der Spitze des Erzbistums Berlin. Papst Franziskus habe den bisherigen Bischof von Dresden-Meißen zum neuen Erzbischof ernannt, teilte das Erzbistum auf seiner Website mit. Koch ist Nachfolger von Rainer Maria Woelki, der im vergangenen September nach Köln gewechselt war. Seit Woelkis Weggang hatte Diözesanadministrator Tobias Przytarski das Erzbistum geleitet.

Koch wurde 1954 in Düsseldorf geboren, 1980 zum Priester und 2006 zum Bischof geweiht. Zunächst arbeitete er im Erzbistum Köln. Im Januar 2013 ging er ins Bistum Dresden-Meißen. 2014 wurde Koch von der Deutschen Bischofskonferenz zum Vorsitzenden der Kommission für Ehe und Familie berufen. Damit ist er auch an der Vorbereitung der Familiensynode im Oktober in Rom beteiligt.

In Berlin erwarten den neuen Bischof schwierige Aufgaben. Unter dem Namen "Wo Glauben Raum gewinnt" hatte Woelki einen inneren Reformprozess im Erzbistum eingeleitet. Bis 2020 sollen rund hundert Gemeinden zu 30 Großpfarreien fusionieren.

Im Erzbistum leben rund 410.000 Gläubige. Zwar sind in Berlin die Katholiken in der Minderheit. Die Nähe zur Bundesregierung und die Herausforderungen in der multikulturellen Metropole verleihen dem Amt aber eine Ausstrahlung weit über die Stadt hinaus.

ulz/dpa

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