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11. Februar 2013, 06:30 Uhr

Hindu-Fest in Indien

Viele Tote bei Massenpanik

Beim größten religiösen Fest der Welt in Indien sind mehr als 30 Menschen ums Leben gekommen. Ursache war offenbar eine Massenpanik auf einer überfüllten Fußgängerbrücke. Rund 34 Millionen Hindus hatten sich versammelt, um am Ganges das Fest des Kruges zu feiern.

Allahabad - Eine Massenpanik hat das größte Hindu-Fest in Indien überschattet. Mehr als 30 Menschen starben am Sonntag im Gedränge zum Kumbh Mela (Fest des Kruges), der größten religiösen Versammlung der Welt. Zunächst war von 18 Toten die Rede gewesen, die Zahl wurde inzwischen aber auf mindestens 36 korrigiert. Nach Angaben eines Eisenbahnsprechers vom Montag wurden außerdem 39 Menschen verletzt, als sie im Bahnhof der Stadt Allahabad auf einer Fußgängerbrücke die Gleise überqueren wollten.

Zum Haupttag der Feier im Norden Indiens pilgerten in diesem Jahr so viele Gläubige wie nie zuvor an den Ganges. "Wir haben mehr als 34 Millionen Menschen gezählt", sagte Sprecher Ashok Sharma in Allahabad. Die Organisatoren schätzen die Zahl der Besucher entlang der kilometerlangen Ufer mit Hilfe von Satellitenbildern, Überwachungskameras und zwei Helikoptern.

Die Gläubigen wollen sich durch das Bad im Ganges von Sünden reinigen und aus dem ewigen Kreislauf der Wiedergeburten befreien. Der Neumondtag ist für Hindus besonders glückverheißend und deswegen der wichtigste Tag des 55-tägigen Festes. Beim letzten Kumbh Mela kamen zum Haupttag 27 Millionen Menschen zusammen.

Am Sonntag wollten nach Medienberichten Hunderttausende Pilger nach dem Bad in dem Fluss nach Hause fahren und verursachten ein großes Gedränge. Dabei sei das Geländer der Brücke gebrochen und die Menschen seien auf die Gleise und Bahnsteige gestürzt, berichtete die Nachrichtenagentur IANS. Premierminister Manmohan Singh zeigte sich schockiert und kündige Hilfszahlungen an die Hinterbliebenen an.

Das Hindu-Fest findet nur alle zwölf Jahre am Zusammenfluss von Ganges, Yamuna und dem nur in der Mythologie existierenden Strom Saraswati statt. Die genauen Daten werden von Astrologen anhand der Positionen von Sonne, Mond und Jupiter bestimmt. Zu dem Fest, das dieses Mal bis zum 10. März geht, erwarten die Organisatoren insgesamt hundert Millionen Menschen.

In den vergangenen Jahrzehnten gab es immer wieder Massenpaniken mit Toten. Diesmal sind 25.000 Polizisten, 17.000 Paramilitärs und 10.000 Freiwillige im Einsatz, um die Menschenmassen durch das sandige Flussbett zu leiten.

lei/siu/dpa

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