Urteil in den USA Oberster Gerichtshof legalisiert Homo-Ehe in zwei weiteren Bundestaaten

Es ist ein Triumph für die Unterstützer der Homo-Ehe in den USA: Der Oberste Gerichtshof hat der gleichgeschlechtlichen Ehe in zwei weiteren Bundesstaaten den Weg geebnet.

Tom Witt von der homosexuellen Aktivistengruppe Equality Kansas: "Das ist der Tag um zu feiern"
AP

Tom Witt von der homosexuellen Aktivistengruppe Equality Kansas: "Das ist der Tag um zu feiern"


Washington DC - Befürworter der gleichgeschlechtlichen Ehe haben in den USA einen weiteren Sieg errungen: Der Oberste Gerichtshof in der Hauptstadt Washington hat die Homo-Ehe in den Bundesstaaten Kansas und South Carolina legalisiert.

Damit ist Kansas der 33. Bundesstaat, in dem homosexuelle Paare den Bund der Ehe eingehen dürfen. Zuvor hatte ein Bundesrichter per einstweiliger Verfügung ein Gesetz gegen die Homo-Ehe aufgehoben. Er war der Ansicht, dass die Durchsetzung des Verbots verfassungswidrig sei. Diese Entscheidung wurde nun bestätigt. Außerdem hob ein Bundesrichter das Eheverbot in South Carolina auf.

"Das ist der Tag, um zu feiern", sagte der Anführer der homosexuellen Aktivistengruppe Equality Kansas. Das sogenannte Gesetz zum Schutz der Ehe (Defense of Marriage Act) aus dem Jahr 1996 hatte festgelegt, dass nur heterosexuelle Ehepartner Vorteile bei Steuern oder Erbschaften erhalten dürfen. Trotzdem lehnte der Oberste Gerichtshof bis jetzt ab, Fälle aufzunehmen, die zu einer Grundsatzentscheidung in der homosexuellen Ehe führen würden.

Bereits im Oktober hatte das Oberste Gericht die Homo-Ehe in fünf Bundesstaaten legalisiert: in Indiana, Oklahoma, Utah, Virginia und Wisconsin.

som/dpa/AP



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