Operation "Mare Nostrum" Hunderte Flüchtlinge vor Lampedusa gerettet

Vor der italienischen Mittelmeerinsel Lampedusa konnten Hunderte Flüchtlinge gerettet werden. Marinehelikopter hatten die Menschen in zwei vollkommen überladenen Booten entdeckt. Der Flüchtlingsstrom aus Afrika hält unvermindert an.

Flüchtlingsboot vor Lampedusa: Hunderte gerettet
AFP/ Italian Navy

Flüchtlingsboot vor Lampedusa: Hunderte gerettet


Lampedusa - Der italienischen Marine ist es gelungen, vor der Mittelmeerinsel Lampedusa Hunderte Flüchtlinge vor dem sicheren Tod zu retten. Marinehelikopter hatten am Sonntagmorgen vor der Küste zwei vollkommen überladene Boote entdeckt.

Weil akute Havarie-Gefahr bestand, alarmierten die Piloten die Schiffe der Marinemission "Mare Nostrum". Daraufhin seien mehrere Schiffe den beiden Booten mit 244 und 263 Menschen an Bord zu Hilfe gekommen, teilte die Marine mit. An Bord befanden sich Dutzende Minderjährige und Frauen.

Mit der Rettungsaktion stieg die Zahl der seit Freitag im Mittelmeer aufgegriffenen Migranten auf insgesamt 1079. Das Marineschiff "San Giusto" nahm 816 von ihnen auf und brachte sie in den sizilianischen Hafen Augusta.

Nachdem im Oktober 366 Menschen aus Eritrea vor der italienischen Insel Lampedusa ertrunken waren, startete Italien eine breit angelegte Überwachung des Mittelmeeres mit Hubschraubern, Drohnen und Schiffen. Die Operation "Mare Nostrum" der italienischen Marine soll helfen, tödliche Unglücke zu verhindern.

Die Zahl der Flüchtlinge, die versuchen, Italien zu erreichen, steigt allerdings weiter. Im Januar kamen laut Innenministerium 2156 Flüchtlinge - zehn Mal mehr als im Januar 2013, als 217 Migranten gezählt wurden. Insgesamt landeten im vergangenen Jahr an den Küsten Italiens 2925 Boote mit knapp 43.000 Flüchtlingen an Bord. Dies war den Angaben zufolge gegenüber 2012 eine Steigerung um 325 Prozent. Allein auf der kleinen Insel Lampedusa trafen fast 15.000 Menschen ein.

ala/dpa



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insgesamt 6 Beiträge
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Worldwatch 17.02.2014
1. Furchtbar, ganz furchtbar, und das gleich mehrfach gesehen
Und, gleichwohl doch erst der Anfang, wenn und falls sich die Lebensbedingungen der Menschen die da fluechten nicht in ihren "Heimat"-Staaten verbesserten. Und anstatt Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten, leistet, auch die "EU" und deren Staaten, Korruptions- und Pluenderhilfe. Wuerde schon dazu nicht so umfassend gelogen, in Politik, Finanzindustrien und gefoerderten Pluenderkonzernen, es waere schon viel erreicht. Und es waere auch schon viel verbessert, wuerde sich die Medieneinfalt nicht so sehr auf das "Maulhalten & Informationsverweigern" konzentrieren.
UnitedEurope 17.02.2014
2. Titellos
So und nu? Was machen wir mit 45.000 neuen Flüchtlingen? Man kann sie nicht alle in Lohn und Brot stellen, man kann sie nicht alle abschieben, weil man gar nicht weiß wohin, man kann sie nicht auf offener See sterben lassen. Hat Merkel, Renzi, Hollande und Co. einen Plan, oder wird weiter nur hin- und her geschoben?
Worldwatch 17.02.2014
3. Dulden und Unterlassen ...
Zitat von UnitedEuropeSo und nu? Was machen wir mit 45.000 neuen Flüchtlingen? Man kann sie nicht alle in Lohn und Brot stellen, man kann sie nicht alle abschieben, weil man gar nicht weiß wohin, man kann sie nicht auf offener See sterben lassen. Hat Merkel, Renzi, Hollande und Co. einen Plan, oder wird weiter nur hin- und her geschoben?
... kann auch 'Plan' sein.
UdoL 17.02.2014
4.
Zitat von sysopAFP/ Italian NavyVor der italienischen Mittelmeerinsel Lampedusa konnten Hunderte Flüchtlinge gerettet werden. Marinehelikopter hatten die Menschen in zwei vollkommen überladenen Booten entdeckt. Der Flüchtlingsstrom aus Afrika hält allerdings unvermindert an. http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/hunderte-fluechtlinge-vor-lampedusa-im-mittelmeer-gerettet-a-953948.html
Schön für die Leute. Was bei den Überwachungsmöglichkeiten jetzt noch fehlt, ist die rechtzeitige Bestimmung des Hafens bzw. des Landes, aus dem sie abgefahren sind, damit man sie genau dorthin zurückbringen kann. Jeder, der es einmal nach Europa geschafft hat, zieht weitere nach.
kosiak 17.02.2014
5. Wie soll das weitergehen?
Das hat doch mit Seenot nichts mehr zu tun! Zurück mit ihnen!
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