Hurrikan "Irma" vor Kuba Rettet die Delfine!

Auf Kuba sind sechs Delfine per Hubschrauber von einer Insel evakuiert worden. Ihr Delfinarium lag in einem durch Wirbelsturm "Irma" bedrohten Gebiet. Mittlerweile gibt es auf Kuba erste Überschwemmungen.

Delfin bei der Evakuierung
AP

Delfin bei der Evakuierung


Luftnotrettung für Delfine: Aus Sorge vor dem Hurrikan "Irma" haben die kubanischen Behörden ein Delfinarium evakuiert. Die sechs Meeressäuger aus einem Freizeitpark auf der kleinen Insel Cayo Guillermo seien in feuchte Tücher gewickelt und mit einem Hubschrauber aus der Gefahrenzone gebracht worden, berichtete die kubanische Nachrichtenagentur ACN.

Die sechs Tiere seien vorübergehend in einem Schwimmbecken untergebracht worden und würden von ihren mitgereisten Wärtern und einem Tierarzt betreut, sagte ein Vertreter des Parks, Gonzalo Carrero Esteban. Auf der vorgelagerten Gruppe der Cayos-Inseln, wo sich das Delfinarium befindet, wurden schwere Schäden befürchtet.

Mittlerweile haben Ausläufer des Sturms auch erste Folgen auf Kuba verursacht. Während das Zentrum des Wirbelsturms noch mehr als 350 Kilometer östlich der kubanischen Nordostküste tobte, haben bis zu sechs Meter hohe Wellen laut dem kubanischen Staatsfernsehen für Überschwemmungen in den Städten der östlichen Provinzen Guantanamo und Holguin gesorgt.

Starkregen in Santiago de Cuba
DPA

Starkregen in Santiago de Cuba

Schulen und die meisten Geschäfte waren geschlossen. Hunderttausende Bewohner der besonders gefährdeten Regionen waren von den Behörden evakuiert worden. Der öffentliche Verkehr lag weitgehend lahm. Meteorologen erwarteten für Samstag (Ortszeit) das Eintreffen des Hurrikans über der Insel. Es wurde damit gerechnet, dass die Hauptstadt Havanna, die im Westen der Insel liegt, weitgehend von "Irma" verschont bleibt.

In Florida wird "Irma" voraussichtlich am Sonntag das US-Festland erreichen - laut Experten mit Windgeschwindigkeiten von 240 Kilometern pro Stunde. Hunderttausende Einwohner haben die Stadt bereits verlassen. Bislang sind durch den Sturm in der Karibik bereits mindestens 21 Menschen ums Leben gekommen.

aev/dpa/AFP/Reuters



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