Hygienemängel: Drei Frühchen sterben in Bremer Klinik

Das Krankenhaus spricht von einem "schweren hygienischen Vorfall": In einer Bremer Klinik sind mehrere Frühgeborene gestorben, zehn Kinder seien erkrankt. Offenbar wurde ihnen eine verunreinigte Nährlösung verabreicht. Die Staatsanwaltschaft ermittelt.

Klinikum Bremen-Mitte: Frühchen sollen durch Verunreinigungen gestorben sein Zur Großansicht
dapd

Klinikum Bremen-Mitte: Frühchen sollen durch Verunreinigungen gestorben sein

Bremen - In einem Krankenhaus in Bremen sind drei Frühgeborene offenbar wegen Hygienemängeln gestorben, zehn Kinder seien erkrankt. Das berichten der "Weser Kurier und "Radio Bremen". Zwei der Babys sollen bereits im August gestorben sein, das dritte erst vor kurzem.

Das Krankenhaus Bremen-Mitte kündigte für den Nachmittag eine Pressekonferenz an und sprach von einem "schweren hygienischen Vorfall". Zur Stunde sei ein Krisenteam des Robert-Koch-Instituts dabei, die Situation zu untersuchen, teilte das Klinikum mit. Die Neugeborenen-Station wurde geschlossen.

Im August 2010 waren in einer Mainzer Uniklinik drei Neugeborene gestorben, nachdem sie eine verunreinigte Nährlösung bekommen hatten. Die Staatsanwaltschaft stellte ihre Ermittlungen ein, da kein strafrechtlich relevantes Fehlverhalten festgestellt wurde.

Bis zu 40.000 Menschen sterben jährlich, weil sie sich mit Krankenhauskeimen infizieren. Das schätzt die Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DGKH).

jbr/han/dpa/AFP/dapd

Diesen Artikel...
  • Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.
  • Auf anderen Social Networks teilen

News verfolgen

HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Panorama
Twitter | RSS
alles aus der Rubrik Gesellschaft
RSS
alles zum Thema Krankenhäuser
RSS

© SPIEGEL ONLINE 2011
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH



  • Drucken Senden
  • Nutzungsrechte Feedback