Havanna - Ihr Land steckt tief in der wirtschaftlichen Misere, doch die Kubaner müssen sich erst einmal mit einem viel banaleren Problem auseinandersetzen: Das Toilettenpapier ist alle.
Wie Vertreter mehrerer staatlicher Firmen am Freitag mitteilten, sind die Vorräte so gut wie aufgebraucht, und die Chancen stehen schlecht, dass bis Ende des Jahres Nachschub geliefert wird.
Ein Sprecher des Konzerns Cimex versicherte jedoch dem staatlichen Radiosender Rebelde, seine Firma unternehme alles Mögliche, um bis Jahresende Toilettenpapier aufzutreiben. Er erklärte außerdem, Kuba habe aktuell nicht genügend Rohstoffe, um das so dringend benötigte Produkt selbst herzustellen.
Der Karibikstaat hat neben der weltweiten Rezession auch unter den noch immer zu spürenden Folgen von drei zerstörerischen Hurrikanen zu leiden. Nach offiziellen Angaben haben die Wirbelstürme im vergangenen Jahr einen Schaden in Höhe von zehn Milliarden Dollar angerichtet. Man habe mehr importieren müssen, was in Verbindung mit den gleichzeitig gesunkenen Exporteinnahmen dazu geführt habe, dass die finanziellen Reserven dezimiert seien.
can/Reuters
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Panorama | Twitter | RSS |
| alles aus der Rubrik Gesellschaft | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2009
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH