Indien Affe raubt Menschenbaby - Junge stirbt

In Agra hat ein Affe einen Säugling geschnappt und ihn über die Dächer der Taj-Mahal-Stadt geschleppt. Das zwölf Tage alte Kind erlag seinen Verletzungen.

Rhesusaffe (Symbolbild)
imago/ Nature in Stock

Rhesusaffe (Symbolbild)


Ein Baby ist in Indien von einem Affen geraubt worden und dabei ums Leben gekommen. Der Rhesusaffe habe den zwölf Tage alten Jungen am Montagabend aus den Armen seiner Mutter gerissen und sei mit ihm über die Dächer geflüchtet, teilte die Polizei in der Stadt Agra mit. Nachbarn konnten ihn schließlich verjagen.

Die britische BBC berichtet, die Mutter habe den Jungen gestillt, als ihr das Kind aus dem Arm gerissen wurde. Das Baby sei in einem Krankenhaus seinen Verletzungen erlegen. Die Großmutter des Säuglings sagte dem Sender, die Familie werde sich von dem Verlust "niemals erholen".

Unklar ist, ob der Affe den kleinen Jungen zu Tode biss - oder ob das Baby möglicherweise durch einen Sturz tödliche Verletzungen erlitt. Der Polizei zufolge verweigerte die Familie eine Obduktion.

Affen als heilige Tiere verehrt

Viele Hindus verehren Affen als heilige Tiere. Viele Menschen hatten zuletzt jedoch von zunehmenden Angriffen durch Affen berichtet. Im ganzen Land leben rund 50 Millionen der Tiere, der Verlust ihres natürlichen Lebensraums lässt sie immer weiter in die Städte vordringen.

In Agra, wo geschätzt 10.000 Affen leben, war erst in der vergangenen Woche ein Mädchen von Rhesusaffen angegriffen und schwer verletzt worden. Vergangenen Mai wurden in der Stadt zwei französische Touristen von Affen verwundet, als sie im Taj Mahal Selfies machten.

2016 wurden laut indischer Regierung allein in der Hauptstadt Neu-Delhi fast 1900 Menschen von Affen gebissen.

apr/AFP

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