Smogalarm in Indien Dreck über Delhi

Millionen Inder haben das Diwali-Lichterfest mit großen Feuerwerken gefeiert. Nun lastet Smog über mehreren Großstädten, die Grenzwerte für Feinstaub sind mitunter ums Zehnfache überstiegen.

DPA

Das Abbrennen von Feuerwerkskörpern zum Diwali-Lichterfest in Indien hat die ohnehin starke Luftverschmutzung in indischen Großstädten erheblich verschlimmert. Die Feinstaubwerte in der rund 17 Millionen Einwohner zählenden Hauptstadt Neu-Delhi hätten alarmierende Werte erreicht, teilte die zuständige Behörde des Ministeriums für Geowissenschaften mit (hier sehen Sie Bilder aus den betroffenen Städten).

Im Viertel R.K. Puram wurde dabei erstmals die Grenze von 1000 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter Luft überschritten - das sei das Zehnfache des von der Weltgesundheitsorganisation WHO festgelegten Grenzwertes, teilte der staatliche Wetterdienst Safar mit. Der Dienst warnte vor "ernsthaften Risiken" für die Gesundheit. Insbesondere Kranke, Ältere und Kinder sollten zuhause bleiben und körperliche Anstrengungen vermeiden.

Die Smogglocke über Delhi erschwere sogar die Sicht, beschrieben Einwohner die Situation in sozialen Netzwerken. Auch Städte wie Kanpur und Lucknow sowie die Wirtschaftsmetropole Mumbai litten unter stark erhöhter Luftverschmutzung.

Zu dem hinduistischen Lichterfest, das am Sonntagabend begangen wurde, werden in Indien große Mengen Feuerwerk abgebrannt. Zudem zünden die Menschen Öllampen und Kerzen an, um den Sieg des Guten über das Böse zu symbolisieren. Die ohnehin schlechte Luft in indischen Großstädten verschlechtert sich jedes Jahr zu Diwali noch einmal drastisch. In diesem Jahr trug unter anderem eine hohe Luftfeuchtigkeit zusätzlich zu einer erhöhten Feinstaubbelastung bei.

Angeblich 40 Prozent weniger Böller

Neu-Delhis Gesundheitsminister Satyendra Jain erklärte, die Knallerei sei nach entsprechenden Aufrufen bereits weniger geworden. Im Vergleich zu 2015 seien 40 Prozent weniger Böller gezündet worden. In sozialen Netzwerken kritisierten Nutzer jedoch, es werde zu wenig gegen die schlechte Luft getan.

Experten hatten gewarnt, wegen des Windes und der Feuchtigkeit sei mehr Smog zu erwarten als sonst. Neu-Delhi gehört zu den am meisten verschmutzten Städten der Welt - oft ist die Luft dort sogar verschmutzter als in der oft von Smog geplagten chinesischen Hauptstadt Peking.

In vielen Staaten Asiens ist Smog seit Jahren ein großes Problem - unter anderem in China, Indien und Indonesien. Zuletzt war bekannt geworden, dass wegen einer wochenlangen Smogkrise allein in Südostasien 2015 wohl mehr als 100.000 Menschen gestorben sind. Laut Internationaler Energieagentur (IEA) sterben derzeit pro Jahr etwa 6,5 Millionen Menschen an den Folgen von verunreinigter Luft.

mxw/dpa/AFP



insgesamt 8 Beiträge
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t dog 31.10.2016
1. Überall die selbe Problematik
Smok in Indien und das Feuerwerk soll allein schuld sein. Eine lächerliche Behauptung, schaut man sich die Müllverbrennung, das Kochen mit Feuerholz, die Fahrzeuge und die Umweltauflagen für die Industrie an. Dieser Artikel ist Satire pur. Genauso gut könnte man behaupten, das in Deutschlands Feinstaubhochburgen Fahrzeuge das Hauptproblem sind und Feinstaubplaketten einführen, obwohl wissenschaftlich erwiesen ist, das unsere Kohlekraftwerke 99 Prozent des Feinstaubes in die Atemluft emittieren. Das einzige was dieser Artikel dem deutschen Leser suggerieren soll ist, das Feuerwerk zu Sylvester asozial sein soll. Wahrscheinlich hat Berlin Angst, das bei dem lauten rum Geknalle der Eine oder Andere Bürger wieder wach wird. So was kann man ja auch wirklich nicht gebrauchen.
mcpoel 31.10.2016
2. Du meine Güte...
Das hier war ein einmaliges Ereignis. Das ist nicht zu verwechseln mit alltäglicher Luftverschmutzung. Und wie wird das bei uns geregelt? Mit Gesetzen, die vor allem den Großkonzernen nutzen (bei denen Politiker irgendwann im Vorstand enden), die mittels Bürokratie und unerschwinglichen Zertifizierungshürden Kleinunternehmer, Privatinitiativen und Individuen von der Entwicklung ausschließen: Dummweltzonen, Auflagen und Abwrackprämien (die zu Umweltpräien und dann zu Arbeitsplatzprämien werden). Umweltschutz heiß bei uns: Verbote, die man nur durch Neukauf legal umgehen kann. Alles im Namen der Umwelt. Sowas braucht auch keiner.
neanderspezi 31.10.2016
3. Immerhin warnen Dienste vor ernsthaften Risiken für die Menschen, die dem Smog ausgesetzt sind und diese Warnungen sollte die Bevölkerung irgendwie beachten
Der Mensch ist durchaus in der Lage sich das Leben zu erschweren und er tut dies mit Fleiß. Dann gibt es noch Hellseher der Urbanisierung, die der Menschheit ein Leben in Megastädten versprechen, das den bisherigen Ansammlungen in millionenfacher Ausführung noch weitere Konzentrationen für intensivierten Smogumgang erlaubt. Noch scheint der Knackpunkt für ein Überleben im Smog nicht erreicht zu sein und so werden neben Klimaerwärmung und Umweltzerstörung eben auch Luftverschmutzung bei diversen Kongressen eine gewichtige Rolle wissenschaftlicher Untersuchungen, begleitet von Statistiken und visuellem Anschauungsmaterial, zu spielen haben. Danach dürfte jedoch wie üblich zur Tagesordnung mittels Maßnahmenkatalog, wohl abgewogenen Versprechungen und Abstimmungen übergegangen werden.
sorgenabnehmer 31.10.2016
4. Gerade bei solche Smog-Tage ist der beweis erbracht wie wichtig die Elektro-Autos sind.
Wer sich nur den Smog anschaut dass in Indien und in China immer wieder vorkommt kann nicht länger ignorieren dass man dagegen etwas tun muss. Nun hat stellenweise in ärmere Nationen nicht das großer Geldbeutel um einen BMW 3i für über 30 Tausend Euro zu kaufen weil es einen Elektro-Auto ist. Daher hatte ich seit Jahren mich bemüht gehabt in Diverse Internet Seiten gerade der Gesamte deutsche Auto Industrie zu erklären dass wir in Europa einen City-Elektro-Car benötigen dass unter dem Kaufpreis von 20 Tausend Euro liegt. Die Elektro-Autos von heute sind aber zu teuer für Afrika oder auch Indien. Also braucht dieser Welt eine Auto-Produktion in Indien und in Afrika dass sehr billige Autos herstellt mit einem elektro-Motor. Die deutsche Autoindustrie reagiert aber nur in falsche Wege. Wer kauft einen AUDI R8 mit Elektro-Motor selbst in Deutschland ? Und selbst einen einfachen Elektro-Motorroller für wenig Geld findet man in Deutschland nur zu kaufen wenn es aus China Importiert wurde nach Deutschland ? Hat die Europäische Union nicht 30 Millionen von EU-Arbeitslosen ? Würde man beispielsweise in Europas Süden ( Portugal ) aus der EZB und aus der EUROPÄISCHER UNION Gelder in die Hand nehmen und egal wo in einem portugiesischen Gewerbegebiet eine Produktions-Fabrik aufstellen für Elektro-Motorroller für ganz Europa dann wäre es zu loben da dadurch der Portugiesischer Regierung einen echten Beitrag zum Aufstieg der Nation gegeben worden wäre und nicht als ewiger Bittsteller mal gelobt und mal getadelt zu werden. So könnte diese EU auch die Importe aus China entgegen steuern und die Reich und Arm Schere zwischen Nord und Süd Europas etwas reduzieren. außerdem wäre dieses auch der Anfang um dann mit kleinere billigere Elektro-Roller und ebenso Elektro-Autos die serienmäßige Herstellung zu Finanzieren und die Entwicklung als auch die Entwicklungskosten eher und einfach zu Finanzieren. Man fragt sich als einen einziger von 500 Millionen Europäer wo die Manager,Politiker und Hoch studierte Europas geblieben sind dass gerade an solche Smog-tagen Ihre Handlungsvertreter nicht in einem Flugzeug nach Indien schicken um dort eben Verträge für europäische Umweltfreundlichere Technologien abzuschließen. Auch in andere Nationen ist die Politik in der Pflicht Ergebnisse zu bringen. Vielleicht würde sich gerade heute einen Indischer Politiker erfreuen können in seine heimat in den Medien verkünden zu dürfen : " Gerade heute habe ich mit Deutschland einen Vertrag abgeschlossen für Neue und Umweltschonender Technologien für unsere Nation. " Aber vielleicht warten doch deutsche und EU-Manager aus EU-Nationen bis nächstes Jahr damit und dann wenn diese dort ankommen heißt es : 2 Sie kommen leider etwas spät weil wir mit Taiwan oder mit China bereits im Oktober 2016 noch neue Verträge abgeschlossen haben. " Und so wartet Europa auf dem Aufschwung noch im Jahr 2100 !
mcpoel 31.10.2016
5. Electric India...
Zitat von sorgenabnehmerWer sich nur den Smog anschaut dass in Indien und in China immer wieder vorkommt kann nicht länger ignorieren dass man dagegen etwas tun muss. Nun hat stellenweise in ärmere Nationen nicht das großer Geldbeutel um einen BMW 3i für über 30 Tausend Euro zu kaufen weil es einen Elektro-Auto ist. Daher hatte ich seit Jahren mich bemüht gehabt in Diverse Internet Seiten gerade der Gesamte deutsche Auto Industrie zu erklären dass wir in Europa einen City-Elektro-Car benötigen dass unter dem Kaufpreis von 20 Tausend Euro liegt. Die Elektro-Autos von heute sind aber zu teuer für Afrika oder auch Indien. Also braucht dieser Welt eine Auto-Produktion in Indien und in Afrika dass sehr billige Autos herstellt mit einem elektro-Motor. Die deutsche Autoindustrie reagiert aber nur in falsche Wege. Wer kauft einen AUDI R8 mit Elektro-Motor selbst in Deutschland ? Und selbst einen einfachen Elektro-Motorroller für wenig Geld findet man in Deutschland nur zu kaufen wenn es aus China Importiert wurde nach Deutschland ? Hat die Europäische Union nicht 30 Millionen von EU-Arbeitslosen ? Würde man beispielsweise in Europas Süden ( Portugal ) aus der EZB und aus der EUROPÄISCHER UNION Gelder in die Hand nehmen und egal wo in einem portugiesischen Gewerbegebiet eine Produktions-Fabrik aufstellen für Elektro-Motorroller für ganz Europa dann wäre es zu loben da dadurch der Portugiesischer Regierung einen echten Beitrag zum Aufstieg der Nation gegeben worden wäre und nicht als ewiger Bittsteller mal gelobt und mal getadelt zu werden. So könnte diese EU auch die Importe aus China entgegen steuern und die Reich und Arm Schere zwischen Nord und Süd Europas etwas reduzieren. außerdem wäre dieses auch der Anfang um dann mit kleinere billigere Elektro-Roller und ebenso Elektro-Autos die serienmäßige Herstellung zu Finanzieren und die Entwicklung als auch die Entwicklungskosten eher und einfach zu Finanzieren. Man fragt sich als einen einziger von 500 Millionen Europäer wo die Manager,Politiker und Hoch studierte Europas geblieben sind dass gerade an solche Smog-tagen Ihre Handlungsvertreter nicht in einem Flugzeug nach Indien schicken um dort eben Verträge für europäische Umweltfreundlichere Technologien abzuschließen. Auch in andere Nationen ist die Politik in der Pflicht Ergebnisse zu bringen. Vielleicht würde sich gerade heute einen Indischer Politiker erfreuen können in seine heimat in den Medien verkünden zu dürfen : " Gerade heute habe ich mit Deutschland einen Vertrag abgeschlossen für Neue und Umweltschonender Technologien für unsere Nation. " Aber vielleicht warten doch deutsche und EU-Manager aus EU-Nationen bis nächstes Jahr damit und dann wenn diese dort ankommen heißt es : 2 Sie kommen leider etwas spät weil wir mit Taiwan oder mit China bereits im Oktober 2016 noch neue Verträge abgeschlossen haben. " Und so wartet Europa auf dem Aufschwung noch im Jahr 2100 !
Also der Smog hier hatte nichts, aber auch gar nichts mit dem täglichen Straßenverkehr zu tun. Sie haben wohl noch kein Divali erlebt. Da brauchen Sie nur mal nach London gehen... Und wie würde in Indien wohl der ganze Strom hergestellt und von wem? In Indien haben die wengsten das Geld weder, um sich Solar auf's Dach zu setzen noch um neue Fahrzeuge zu kaufen. Und was bedeutet wohl ein Vertrag zw. Indien und der EU in Sachen Umwelttechnologie? Großkonzerne machen den Reibach und wollen millionen von Indern neue Sachen verkaufen. Der gemeine Inder selbst hat da nicht viel von. Also: warum immer Neukauf? Woran liegt es wohl, daß es kaum Elektro-Nachrüstungen / -umbauten gibt, oder ganz schichte E-Mobile (die nicht aussehen, wie 'ne geschwängerte Muschel)? EU-Regularien! Die Hürden, die EU Zulassungsregeln verursachen, können sich nur Großinvestoren leisten. Kleinentwickler, Privatinitiativen, Individuen sind dadurch ausgeschlossen. Somit unterliegt alle Entwicklung dem Gebot des großvolumigen Verkaufserfolges, in der Hand derer, bei denen ausgediente Politiker später im Vortstand ihre Rente aufstocken.
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