Delhis erste Busfahrerin "Die Leute fanden es ungewöhnlich"

Nach wiederholter Gewalt gegen Frauen will die indische Regierung die Hauptstadt sicherer machen, unter anderem mit Busfahrerinnen. Die erste Frau hat nun ihre Arbeit begonnen - und sieht sich auf einer Mission.

DPA

Indiens Hauptstadt Neu-Delhi soll sicherer werden. Das versprach die Regierung, nachdem eine 23 Jahre alte Frau im Jahr 2012 in einem Bus von mehreren Männern vergewaltigt wurde und starb. Busfahrerinnen seien ein erster Schritt, sagte Delhis Verkehrsminister. Vankadarath Saritha ist die erste. Die 30-Jährige sieht sich als Vorreiterin für Frauenrechte.

"Ich werde besonders auf die Sicherheit meiner weiblichen Fahrgäste achten", sagte sie. Saritha musste sich nicht gegen viele Konkurrentinnen durchsetzen. Einem Sprecher der staatlichen Busgesellschaft DTC zufolge bewarben sich nur sieben Kandidatinnen für den Posten. Es sollen weitere Fahrerinnen eingestellt werden.

Saritha arbeitete schon als Busfahrerin in der Stadt Hyderabad, fuhr außerdem Autorikschas und Taxis. In Neu-Delhi war sie Chauffeurin einer Familie. An ihrem ersten Arbeitstag als Busfahrerin erhielt sie am Montag viel Zustimmung. Es habe vor allem positive Kommentare gegeben, sagte Saritha: "Die Leute fanden es ungewöhnlich." Wie die BBC berichtet, hätten sich viele gefreut, eine Frau am Steuer zu sehen. Saritha sei immer wieder von Fahrgästen fotografiert worden.

Die Frau will nun versuchen, den schlechten Ruf der Busfahrer in der Millionenmetropole zu verbessern - das erhofft sich auch die Busgesellschaft.

kis/dpa

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