Überschwemmungen in Israel Zehn Jugendliche bei Unwetter getötet

Die Polizei spricht von einer "Tragödie, die hätte verhindert werden können": Nach Unwettern im Süden Israels wurde eine Gruppe Jugendlicher von Wassermassen mitgerissen. Mindestens zehn Menschen starben.

Einsatzkräfte am Flussbett
REUTERS

Einsatzkräfte am Flussbett


Bei schweren Überschwemmungen im Süden Israels sind am Donnerstag mindestens zehn Jugendliche ums Leben gekommen. Dies teilte der Rettungsdienst Zaka bei Twitter mit. Nach Angaben des Rundfunks wurde eine Gruppe von 25 Teenagern im Alter von 17 und 18 Jahren bei einem Ausflug von Wassermassen mitgerissen.

Medienberichten zufolge nahmen die jungen Männer und Frauen in der Region südlich des Toten Meeres an einem Programm zur Vorbereitung auf den Wehrdienst teil. Die Nachrichtenseite "ynet" berichtete, bei den Opfern handele es sich um neun junge Frauen und einen jungen Mann.

Seit den Morgenstunden hatte es im Süden Israels heftige Regenschauer gegeben. Eine israelische Polizeisprecherin sprach im Rundfunk von einer "Tragödie, die hätte verhindert werden können". Man habe angesichts der Wetterlage ausdrücklich vor Ausflügen in der Gegend gewarnt.

An der Bergung und an der Suche nach Vermissten war auch eine Spezialeinheit der israelischen Luftwaffe beteiligt. Sieben Hubschrauber kreisten über dem Unfallgebiet. Einige der Jugendlichen konnten leicht verletzt geborgen werden.

Nach den heftigen Niederschlägen und schweren Überschwemmungen in Teilen Israels mussten bereits am Mittwoch im Zentrum von Tel Aviv Fußgänger in manchen Straßen knietief durchs Wasser waten. Zwei Menschen waren am Mittwoch gestorben: In der Negev-Wüste ertrank nach Polizeiangaben ein 17-jähriger Beduine, im Westjordanland starb eine junge Palästinenserin.

aar/dpa



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