Diskussion um Namensgebung Eltern von Kleinkind Benito Mussolini in Italien vorgeladen

Der Name ihres Sohnes lautet wie der des faschistischen Diktators. Nun will ein Gericht in Italien die Eltern überzeugen, den Vornamen des kleinen Benito Mussolini zu ändern.


Ärger für die Eltern des kleinen Benito Mussolini aus Italien: Ein Gericht in Genua hat sie einem Medienbericht zufolge vorgeladen, um mit ihnen über einen Wechsel des Vornamens ihres 14 Monate alten Sohnes zu sprechen. Einer in Italien üblichen Tradition folgend hatte das Paar sein Kind nach einem Großvater benannt.

Weil die Familie Mussolini heißt, ist der Name des kleinen Jungen aber identisch mit dem des faschistischen Diktators, der Italien bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 regierte. Das rief das Gericht auf den Plan, wie die Zeitung "Gazzetta di Parma" berichtete. Die Richter sorgen sich um das Wohlergehen des Kindes.

Viele Italiener erinnert der Fall an Debatten, die vor drei Jahren durch den Film "Il nome del figlio" ausgelöst worden waren. In der italienischen Adaption eines französischen Films wollte ein Mann seinen Sohn Benito nennen.

Italienische Medien verwiesen zudem auf einen anderen Fall in Mailand: Dort lud ein Gericht die Eltern eines kleinen Mädchens vor, die ihre Tochter "Blu" (Blau) nannten.

cop/AFP



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