Italien Mindestens sieben Tote durch Unwetter in der Toskana

Autos wurden weggespült, Straßen überflutet: In Italien sind mehrere Menschen nach extremen Regenfällen ums Leben gekommen. Eine Familie starb in ihrem gefluteten Keller.

NOVI/ EPA-EFE/ REX/ Shutterstock

Bei starken Unwettern sind in Italien mindestens sieben Menschen getötet worden. Ein weiterer wurde am Sonntag noch in der Gegend um die Stadt Livorno vermisst, teilten Feuerwehr und Zivilschutz mit. Am schwersten getroffen wurde nach Feuerwehrangaben in der Nacht auf Sonntag die Stadt Livorno in der Toskana.

Laut Medienberichten kam eine Familie mit einem vierjährigen Kind im Untergeschoss ihrer Wohnung bei dem Unwetter ums Leben. Der Großvater habe noch ein anderes Kind der Familie gerettet, um dann in der Wohnung den anderen zur Hilfe zu kommen, wo er dann ebenfalls starb.

Zahlreiche Straßen in Livorno wurden innerhalb weniger Stunden überflutet, Autos weggespült. Bürgermeister Filippo Nogarin sprach von einer "sehr schwierigen" und "kritischen" Situation: "Wir fürchten eine Katastrophe." Die Helfer rückten zu mehr als 160 Einsätzen rund um Livorno und Pisa aus.

Das Unwetter begann in der Nacht zum Sonntag im Norden Italiens und bewegte sich in Richtung Süden. Der Zivilschutz gab eine Unwetterwarnung für Florenz raus. Auch in der Hauptstadt Rom, seit Wochen von Wasserknappheit geplagt, ging sehr viel Regen nieder. Als Vorsichtsmaßnahme wurden mehrere Unterführungen geschlossen, gleiches galt für zahlreiche U-Bahn-Stationen.

jok/AFP/Reuters



insgesamt 3 Beiträge
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l/d 10.09.2017
1. Bin gerade in der Toskana Nähe Livorno
Das Gewitter heute nacht war extrem. Die Mauern unseres Domizils sind 80 cm dick - und trotzdem hat es gewummert wie in einem Haus in Holzständerbauweise. Interessant: In Rossignano stehen zwei große Kühltürme (sehen aus wie die von Atomkraftwerken) in Standardbauweise. 300 m weiter verläuft eine Pinienallee mit sehr alten Bäumen. Viele davon sind abgedreht, rausgerissen oder abgebrochen - ein Trümmerfeld. Aber eben nur in dieser Allee - somst nicht. Man unterschätzt, wie sich ein "geradliniger" Wind durch zwei solche Türmen zu einem Rotor umformen lässt beim richtigen Winkel. Ich habe so etwas auch schon in einem Fluß gesehen, der runde Brückenpfeiler hatte, zwischen denen war dann bei Hochwasser ein riesiger Wirbeltrichter zu sehen. Vielleicht sollte man auf solche Dinge genaus so achten wie auf die Tatsache, dass die Blätter eines Windkraftwerks jeder einen Rotor abgehen lassen, die sich bei ungüstigem Wind mit den weiteren Rotoren vereinen können, indem sich sich umeinander winden und nicht etwas gegenseitig stören. Kommt in solch einen Rotor ein Vogel, ein bodennah fliegendes Flugzeug oder steht dem Rotor ein Baum oder ein Dach im Weg, dann sind die alle "wie aus dem Nichts" heftig betroffen.
palef 10.09.2017
2. ...wacht da mal einer auf bei SPON????
...was erfahren wir über Indien und SriLanka? Hat sich bislang kein Ertrunkener beschwert? Von den Tausenden? Ach, was soll's. Du musst schon live Ertrinkender sein, um es bei SPON in die erste Reihe zu schaffen.
hexenbesen.65 10.09.2017
3. Indien ist ja nicht gerade mal bei uns "um die Ecke"
und ja, auch hier hab ich Berichte über Überschwemmungen und Tote in Indien und Sri Lanka gelesen. Wir fliegen morgen früh nach Sizilien--mein Mann kam vorhin (ich war noch mit Koffer packen beschäftigt) ins Schlafzimmer, und meinte, in Italien und Sizilien würde es Überschwemmungen geben... Wie oft fliegt man nach Sri Lanka--und wie oft "um die Ecke" nach Italien ? Und ihre Bemerkung "man muss live ein Ertrinkender sein" ist ja mehr als..... naja...
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